Tennisstadion mit Publikum und blauem Tennisplatz

Roger Federer

Federer spendet eine Million gegen Corona

Grand-Slam Sieger Roger Federer kündigte diese Woche eine großzügige Spende in Höhe von einer Million Franken (rund 945.000 €) auf Instagram an.

Der Betrag soll den „am stärksten gefährdeten Familien in der Schweiz“ unmittelbar zu Gute kommen. Der Schweizer und seine Frau nannten die Aktion der Winterhilfe „Fonds für Familien in Not“ als Empfänger. Diese gebe Gutscheine für Lebensmittel aus, und stelle Kinderbetreuung für Familien bereit, die direkt von den Folgen des Coronavirus betroffen und bedroht wären.
 
Federer erfreut sich derzeit eines großen medialen Interesses und nutzt dies nun für den guten Zweck. Denn offensichtlich setzt er mit seiner Botschaft auch auf die mediale Sogwirkung seiner Tat. Der Tennis-Profi freute sich nach vier gewonnenen Tournieren 2019 auf eine spannende Saison 2020. Viele Tennis-Fans sahen ihn als sicheren Tipp für Tennis Wetten und waren darauf eingestellt, seine Erfolge online oder live nachzuverfolgen. Nun werden Fans und Freunde von ihm via Instagram aufgefordert, gemeinsam gegen die Herausforderungen der Zeit anzutreten und Hilfebedürftige zu unterstützen. Mit dem Gruß „bleibt gesund“ endet sein Post, der ein positives Signal in einer unsicheren Zeit setzt. 
 
Doch der Tennisprofi ist nicht der einzige Superstar, der mit seinen Hilfeleistungen Mut macht. Zumindest scheinen seine Wünsche via Instagram nicht ungehört zu verhallen. Denn viele Sportgrößen zeigen sich derzeit bereit, mit großzügigen finanziellen Spenden zu helfen. Aktuell scheint eine wahre Welle der Hilfsbereitschaft und des Miteinanders zu entstehen. Alle mit einem gemeinsamen Ziel: die globalen Folgen der Pandemie zu bekämpfen. 
 
Derzeit sind Sportler aller Nationen rund um den Globus aktiv im Kampf gegen Corona. Die Spieler des FC Bayern München -darunter auch Top-Fußballer und Österreicher David Alaba - erklärten sich diese Woche bereit, auf 20 Prozent Ihrer Gehälter zu verzichten. In seinem Heimatland Portugal unterstützt der Superstar von Juventus Turin, Christiano Ronaldo, derzeit den Ausbau von Intensivstationen in zwei Krankenhäusern. Er tut dies mit „Millionenspenden“ aus seinen privaten Mitteln, wie die Empfänger auf Fragen von Nachrichteninstitutionen bestätigen. Nach ihrer Aussage wird er damit „viele Menschenleben retten“.
 
Auch Pep Guardiola, Teammanager von Manchester City, spendet eine Million Euro. Der Empfänger ist die katalanische Fundacio Angel Soler Daniel. Mit dem Geld sollen dringend nötige Schutzmasken angeschafft und Beatmungsgeräte bereitgestellt werden. Ebenfalls in Barcelona spendet Lionel Messi vom FC Barcelona eine halbe Million Euro an eine Klinik. Er hilft gleichzeitig mit dem selben Betrag in seinem Heimatland Argentinien. Der französische Fußballverein Paris St. Germain unterstützt die französische Volkshilfe „Secours populaire“. Auch die US Football Profiliga schließt sich mit Spenden in Millionenhöhe von Shad Khan, dem Besitzer der Jacksonville Jaguars aus der Football-Profiliga NFL, an. Dieser meint dazu, er sei „stolz, helfen zu können“.
 
Doch nicht nur die Sportbranche ist aktiv. Auch Medien- und Musikstars wie Kylie Jenner, Ariana Grande, Rihanna, Justin Timberlake oder Arnold Schwarzenegger tragen mit ihren Spenden bei. Mit der Umstellung ihrer Produktion helfen Textil- und Luxusunternehmen ebenfalls. LVMH, Prada, Saint Laurent und Balenciaga, aber auch Textilunternehmen wie die Inditex-Gruppe zu der Zara und Bershka gehören, produzieren die zur Mangelware gewordenen Schutzmasken und Desinfektionsmittel. Dies sind nur einige Beispiele der Unternehmen, die tatkräftig ihren Teil beitragen.
 
Ganz entgegen der Bewegung des „social distancing“, die derzeit in aller Munde ist, rücken Sportler, Stars, Luxusmarken und Mediengrößen nun zusammen. Sie geben mit Hilfe ihres großen Bekanntheitsgrades ein bedeutsames Zeichen für Solidarität und Gemeinschaft. Ein großer Hoffnungsschimmer in unruhigen Zeiten.