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Nach Ungarn-Pleite

Das fordert Koller jetzt vom Team

Katerstimmung in Rot-Weiß-Rot: Koller und Fuchs blicken aber nach vorne.

Österreichs Teamchef Marcel Koller hat einen Tag nach dem 0:2 zum EM-Auftakt gegen Ungarn Durchhalteparolen ausgegeben. Man müsse die Niederlage so schnell wie möglich abhaken und sich voll auf die nächste Partie am Samstag im Pariser Prinzenpark-Stadion gegen den Gruppenfavoriten Portugal konzentrieren, forderte der Schweizer am Mittwoch in Mallemort.

"Jetzt gilt es, wieder aufzustehen. Wir haben noch zwei Spiele und müssen die Köpfe freikriegen", forderte der 55-Jährige. "Wir müssen enger zusammenrücken und alles dafür tun, damit wir das Spiel gegen Portugal erfolgreich gestalten."

+++ Dragovic-Ausschluss: Der Moment, der alles entschied +++

Rückblickend würde er nichts anders machen, was Taktik oder Aufstellung gegen Ungarn betrifft. "Aber was wir nicht hingekriegt haben, war, dass eine gewisse Nervosität da war", gab Koller zu. In der kurzen Zeit bis zum Duell mit Cristiano Ronaldo und Co. will der Nationaltrainer seine Spieler wieder aufrichten. "Wir werden sie auf die Seite holen und versuchen, sie optimistisch zu stimmen."

"Spieler nicht kaputt machen"

Zu harte Kritik bringe in dieser Situation nichts. "Wir müssen auf die Psyche achten, damit wir die Spieler nicht kaputt machen. Der eine braucht eine Streicheleinheit, der andere vielleicht ein hartes Wort", vermutete Koller und verzichtete auf Schuldzuweisungen. "Wir haben gemeinsam verloren und werden gemeinsam wieder aufstehen."

Bereits beim Rückflug in die Provence in der Nacht auf Dienstag begann Koller mit der Video-Analyse des Auftritts seiner Truppe. "Ich habe festgestellt, dass wir nicht unser bestes Spiel gezeigt haben", lautete die Erkenntnis. "Aber wir hatten doch sechs, sieben Chancen, die Ungarn vier - und zwei davon haben sie gemacht. Das sind entscheidende Dinge."

Video zum Thema: Highlights: Österreich vs. Ungarn
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Beim ÖFB-Team schlichen sich ungewohnte Unsicherheiten ein. "Wir hatten zu viele Abspielfehler, dann ist es schwer, nach vorne zu kommen", betonte Koller. Für die Samstag-Partie bestehe ein gehöriger Steigerungsbedarf. "Die Portugiesen waren für mich schon vor der EM der Gruppenfavorit. Sie haben individuell drei, vier, fünf Spieler, die in der Offensive ein Match alleine entscheiden können, da müssen wir dagegenhalten", sagte Koller.

Junuzovic-Ausfall droht
Bei diesem Vorhaben muss der Teamchef auf den gesperrten Aleksandar Dragovic verzichten. Zu dessen möglichem Ersatzmann machte der Schweizer keine Angaben. Auch Zlatko Junuzovic könnte wegen seiner Knöchelverletzung ausfallen. Der 28-Jährige von Werder Bremen klagte auch am Mittwoch nach seiner am Vortag gegen Ungarn erlittenen Blessur über starke Schmerzen im Sprunggelenk.

+++ Junuzovic: "Habe extreme Schmerzen" +++

Aufschluss über den genauen Grad der Verletzung soll eine MR-Untersuchung am Abend in Marseille bringen. "Es ist eine klassische, kombinierte Verletzung", erklärte Teamarzt Richard Eggenhofer Mittwochmittag in einer Pressekonferenz im Teamcamp in Mallemort. Junuzovic sei umgeknickt, dazu sei ihm sein Gegenspieler auch noch auf den Fuß gestiegen.

"Es ist ein relativ großer Bluterguss", erklärte Eggenhofer. "Die Schwellung ist nach wie vor vorhanden, ist aber nicht wirklich ein gröberes Problem. Der Schmerz ist derzeit im Vordergrund."

 13:52

Auf Wiedersehen!

Marcel Koller hat auch seinen Medientermin beim ORF erledigt. Jetzt geht es darum, seine Schützlinge wieder aufzurichten, ihnen das Selbstvertrauen für Portugal einzuimpfen. Noch ist der Achtelfinal-Traum nicht geplatzt!

 13:43

Koller über Island

"Ich habe die ganze Qualifikation der Portugiesen und Isländer angesehen. Wir wussten, dass Island sehr zäh zu bespielen ist, weil die Spieler robust und kampfstark sind. Da gilt es hellwach zu sein."

 13:35

Koller über Portugals Remis

"Das ist eben eine Endrunde. Wenn es darum geht, ist oft alles anders. Die Isländer sind sehr giftig und kompakt, sehr willensstark. Sie haben das Potenzial immer ein Tor zu schießen. Wir müssen weiter auf uns schauen. Klar, wir werden den Jungs vermitteln, wie sie gegen Portugal agieren sollen. In erster Linie geht es aber darum, selbstbewusst aufzutreten."

 13:33

Koller über Alabas Position

Nachdem Junuzovic wohl für das Duell mit Portugal ausfällt, könnte Alaba eine Reihe nach vorne rücken. Sprich: Vom defensiven in das offensive Mittelfeld. "Er kann diese Position auf jeden Fall bekleiden mit seinem Zug zum Tor. Wir werden sehen, ob er für diese Aufgabe im nächsten Spiel geeignet ist."

 13:31

Koller über Alaba

"Es ist einfach so, dass er eine gewisse Zeit für die Umstellung braucht. Wenn er Außen- oder Innenverteidiger bei Bayern spielt, ist es nicht einfach, plötzlich im Mittelfeldzentrum aufzulaufen. Die Umstellung braucht leider immer etwas Zeit. Er ist ein hervorragender Spieler, der sich schnell anpassen kann. Trotzdem wäre es für uns besser, wenn er bei Bayern im Mittelfeld spielen würde."

 13:30

Koller über die Nervosität

"Vom Gefühl her waren wir ein bisschen zu nervös. Wir haben den Spieler versucht zu vermitteln, dass sie wie immer Fußball spielen müssen. Das haben wir nicht geschafft. Und da ist auch jeder Einzelne verantwortlich, um die Ruhe im eigenen Kopf zu haben."

 13:26

Koller beim ORF

"Ich habe das Spiel nochmals angeschaut. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, sind in der Defensiv nicht kompakt gestanden. Die Ungarn haben uns vorgezeigt, wie wir das machen sollten. Wir müssen schleunigst schauen, dass wir das hinkriegen. Jeder ist gefordert, in der Defensive zu arbeiten. In der Offensive brauchen wir mehr Ruhe und Gelassenheit - gestern waren es zu viele leichte Ballverluste."

 13:22

Das war's von der PK

Fuchs und Koller wollen das Spiel gestern schnellstmöglich abhaken. Der Blick soll nach vorne gerichtet werden. Bei Junuzovic gibt es noch keine Klarheit: Ein dicker Bluterguss macht ihm zu schaffen. Heute Abend wird er genauer untersucht. Wir drücken "Zladdi" die Daumen! Koller spricht übrigens gleich noch beim ORF - wir bleiben für Sie dran.

 13:20

Fuchs mit Fazit

"Wir haben gegen Ungarn in gewissen Situationen falsche Entscheidungen getroffen. Dazu waren wir zu unpräzise, hatten aufgrund des Pressings Probleme. Wir wollen am Samstag gewinnen. Portugal und wir haben nicht die beste Leistung abgerufen. Das werden wir jetzt tun."

 13:19

 13:18

Fuchs über Fan-Unterstützung

"Die Stimmung nach dem Spiel war sehr positiv und aufmunternd. Ich bin nach Abpfiff zu ihnen gegangen und es tut natürlich gut zu spüren, dass sie trotz Niederlage hinter uns stehen. Der Tenor: Weitermachen, Burschen. Das packen wir."

 13:15

Koller zur Formschwäche einiger Spieler

"Ich bin noch nicht dazu gekommen, mit den Spielern zu sprechen. Das werden wir tun und eruieren, was Sache ist. Wir haben hier 23 Spieler und Vertrauen ihnen. Wer am Ende gegen Portugal spielt, werden wir sehen."

 13:14

Fuchs über die Angst vorm Aus

"Das ist ganz logisch, dass sehr viel schnell entschieden sein kann. Wir setzen uns aber nicht unter Druck. Wir wollen das nächste Spiel gewinnen und müssen Gas geben. Ich bin mir sicher, dass wir das am Samstag machen werden."

 13:12

Koller über Portugal

"Ich habe das Spiel noch nicht gesehen, nur einiges gelesen und gehört. Portugal war für mich von Anfang an Favorit. Wir brauchen jetzt Punkte, das ist klar - und damit wollen wir gegen Portugal anfangen. Wir müssen als Team auftreten und jeder Einzelne muss sich steigern. Wir müssen mehr Ruhe in die Aktionen reinbringen und weniger Hektik."

 13:11

Koller über die Psyche

"Wir müssen auf die Psyche achten, um die Spieler nicht kaputt zu machen. Wir haben gemeinsam verloren, wir werden gemeinsam wieder aufstehen. Da gilt es jeden mitzunehmen. Der eine braucht eine Streicheleinheit, der andere eine klare Ansage. Ich handle da nach Gefühl."

 13:07

Koller über Einzelgespräche

"Wir versuche mit jedem Einzelnen zu sprechen. Trotzdem dürfen wir uns damit nicht zu lange aufhalten. Wir müssen noch enger zusammenrücken und die Spieler bestärken, damit sie das abrufen, was sie können."

 13:06

Marcel Koller zur Taktik

"Was wir sicher nicht hingekriegt haben, ist die Nervosität rauszubekommen. Wir haben das im Vorfeld versucht zu minimieren, es aber nicht ganz hingekriegt. Wir sind in der Defensive nicht so gut gestanden und konnten unsere Chancen nicht nutzen. Das ist das, was ich mir vorwerfen würde."

 13:05

Teamarzt Eggenhofer zu Junuzovic

"Zladdi hat am Knöchel einen relativ großen Bluterguss. Die Schwellung ist vorhanden und macht uns kein großes Problem. Aber die Schmerzen sind nach wie vor vorhanden. Wir haben heute um 17 Uhr einen MR-Termin, um mögliche Begleitverletzungen zu finden."

 13:03

Christian Fuchs über die Niederlage

"Es hat sich so angefühlt, als wenn das Pech von Anfang an an unseren Schuhen geklebt ist. Zuerst der Schuss von David, noch die eine oder andere Chance. Drago kassiert dann die Rote Karte. Statt 1:1 sind wir weiter im Rückstand und einen Mann weniger. Auch in Unterzahl hatten wir gute Chance. Aber wie es der Trainer gesagt hat: In drei Tagen geht es weiter."

 13:01

Herzlich Willkommen!

Die Pressekonferenz mit Marcel Koller und Christian Fuchs liefern wir Ihnen jetzt im LIVE-TICKER!