Österreich heiß auf Ronaldo

EUROphorie

Österreich heiß auf Ronaldo

ÖFB-Gruppe F: Alaba und Co. freuen sich auf Showdown gegen Superstar.

Wien. Österreich gegen Superstar Cristiano Ronaldo – jetzt ist die EUROphorie im Land gleich noch größer. Der Portugiese ist sicher der größte Star in Gruppe F, beschert uns einen echten Kracher am 18. Juni in Paris. Aber auch mit den anderen Gegnern Island und Ungern war die ÖFB-Delegation durchaus zufrieden.

»Spiel gegen Ronaldo wird ganz spezielles Highlight«

„In dieser Gruppe F brauchen wir uns nicht zu verstecken“, weiß David Alaba. Aussprechen will es zwar keiner so wirklich, aber: Der Aufstieg sollte drinnen sein!

Besonders groß ist natürlich die Vorfreude auf das Duell gegen die Portugiesen mit Superstar Cristiano Ronaldo (Marktwert 110 Millionen Euro). „Portugal ist sicherlich der Favorit in unserer Gruppe“, glaubt Aleks Dragović. Angst vor dem dreifachen Weltfußballer hat er aber sicher keine: „Das Duell mit Cristiano Ronaldo wird auf jeden Fall ein spezielles Highlight für mich.“

Los geht es aber gegen unsere ungarischen Nachbarn. Zum Abschluss wartet Island – das in der Qualifikation immerhin die Niederlande eliminiert hat.

++ Das sind unsere Gegner ++

Zeitung: "Noch leichter war schwer möglich!"
"Noch leichter war schwer möglich!", schrieb die Zeitung "Expresso" und sah sich dabei einer Meinung mit "Diario de Noticias" ("Eine bessere Auslosung wäre fast nicht möglich gewesen") und "Record" ("Ein besseres Los wäre wohl schwer zu bekommen gewesen"). Nur vereinzelt wurde warnend hervorgehoben, dass sich Österreich klar gegen Russland und Schweden durchgesetzt und Island den WM-Halbfinalisten Niederlande eliminiert hat. Den grundsätzlichen Tenor traf dennoch "Jornal de Noticias": "In dieser Gruppe nicht das Achtelfinale zu erreichen, wäre für das Team von Fernando Santos eine echte Katastrophe."

++ Das sind die 24 Euro-Teams ++

Teamchef mahnt zur Vorsicht
Die betroffenen Protagonisten waren dagegen zurückhaltend und zollten den jüngsten Leistungen des ÖFB-Teams viel Lob. "Ich glaube weder, dass es eine leichte Gruppe ist, noch dass es eine schwere Gruppe ist. Österreich ist eine Mannschaft, die sich zuletzt sehr verbessert hat und großartige Spieler wie David Alaba, Christian Fuchs oder Marko Arnautovic hat. Sie haben ihre Qualifikationsgruppe souverän gewonnen und wir werden gegen sie vorsichtig sein müssen", meinte Portugals Teamchef Fernando Santos, der sich an schwierige Partien als griechischer Teamchef erinnerte und meinte: "Österreich ist eine der stärksten Mannschaften in Europa."

Video zum Thema: EM 2016: Das sind Österreichs Gegner
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Ungarn sieht Österreich als Vorbild
Ungarns Präsident Sandor Csanyi freut sich besonders auf die Begegnung mit dem Nachbarn, drängt das ÖFB-Team aber klar in die Favoritenrolle. Csanyi sieht die Entwicklung in Österreich als Vorbild. "Der ÖFB und die Clubs haben in den vergangenen Jahren sehr gute Arbeit geleistet. Wir wollen auch diesen Weg gehen, aber wir stehen erst am Anfang. Österreich hat bessere Chancen, das Spiel zu gewinnen", erklärte der Verbandsboss. "Wir haben junge Spieler, viel Talent bei den 17-, 18-Jährigen, aber es wird dauern, bis wir zur Spitze aufschließen können".

Auch Island schätzt er höher ein als sein Team, vor allem mit Blick auf die Ergebnisse gegen die Niederlande. Csanyi erinnert daran, dass Island den WM-Halbfinalisten in der Qualifikation zweimal geschlagen hat, die Ungarn blicken auf das jüngste Treffen mit dem Oranje-Team dagegen nicht gerne zurück. Im Oktober 2013 setzte gegen die Niederlande in der WM-Qualifikation ein 1:8-Debakel.

Portugiesen mit Weltstars gespickt
Dennoch lebt die Hoffnung auf eine Überraschung. "Wenn die Mannschaft mit dem gleichen Kampfgeist wie gegen Norwegen (Anm.: im Play-off) bei der EM antritt, dann hat sie Chancen, egal gegen wen. Außer den Portugiesen gibt es keine Mannschaft, die voller Weltstars ist", machte Teamkapitän Balazs Dzsudzsak Mut.

Island froh über Losglück
Auch in Island ist man nicht unglücklich mit dem Los. "Island kann sich mit den Gegnern recht glücklich fühlen", schrieb die Zeitung "Visir". Teamchef Lars Lagerbäck ist "recht positiv gestimmt. Ich glaube schon, dass die anderen Teams die Favoriten sind, aber ich denke, wir können überraschen."