Portugal von Ronaldo abhängig

Toni Polster

Portugal von Ronaldo abhängig

Österreichs Rekord-Torschütze kommentiert die EURO 2016.

Dass Cristiano Ronaldo erst so spät in das Training der Portugiesen einstieg, ist sicher nicht ideal für unseren Gruppengegner. Aber er ist schon so lange das Um und Auf des Teams, die Abläufe sitzen längst. Ich gehe davon aus, dass er bei der EM im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird. Aus portugiesischer Sicht muss er das auch sein, die Mannschaft ist ganz klar von ihm abhängig. Das Duell mit ihm wird eine harte Nuss für unsere Elf werden, da müssen alle zusammenhelfen, um ihn zu stoppen. Das geht nur im Verbund, alle müssen mit voller Aufmerksamkeit an die Sache rangehen.

Tests gegen schwache Gegner sind trügerisch

Die Isländer hingegen berauschen sich jetzt an ihrem 4:0-Sieg über Liechtenstein bei der EURO-Generalprobe. Doch die Tests gegen schwache Gegner sind oftmals trügerisch - sie spiegeln nicht die wahre Stärke der Mannschaft wider, man neigt nachher vielleicht zur Selbstüberschätzung. Bei unserem Team ist das Gegenteil der Fall: Nach dem 0:2 gegen Holland wissen alle, dass Rädchen jetzt wieder angezogen werden müssen, damit wir in Frankreich wieder das "alte" Team sehen.