Aleksander Ceferin

Nach Super-League-Farce

15 Millionen! Hammerstrafe für neun Klubs

Nach dem Super-League-Debakel bekennen sich neun der zwölf Gründungsmitgleider mit Verpflichtungserklärung zur UEFA. Die reuigen Klubs müssen dafür aber in die Tasche greifen - und bei Verstößen drohen weitere Strafen.

Die umstrittene Super League war nach weltweiten Protesten nach kürzester Zeit wieder vom Tisch. Die zwölf Gründungsmitglieder zogen mit ihrem Plan aber nicht nur den Unmut der Fans und der restlichen Vereine auf sich. Auch die Beziehungen zur UEFA wurden stark beschädigt.

Doch neun der zwölf Sünder zeigen Reue - und haben sich nun mit dem Verband geeinigt. Arsenal, Chelsea, Tottenham, Manchester United, Manchester City, Liverpool, Milan, Inter und Atlético haben eine Erklärung abgegeben, sich zu ihren nationalen Bewerben sowie jenen der UEFA zu bekennen.

15 Millionen Euro Spende & 5 Prozent Verzicht

In dieser Verpflichtungserklärung geben die Vereine auch zu, dass die Super League ein Fehler gewesen sei und entschuldigen sich bei Fans, nationalen Verbänden und Ligen, den restlichen Klubs und der UEFA. Doch das ist nicht alles:

Die neun Klubs verpflichten sich weiters unter anderem:

  • zum erneuten Beitritt in die Europäische Klub-Vereinigung
  • jegliche Verbindung zum Super-League-Projekt zu kappen
  • gemeinsam einen Betrag von 15 Millionen Euro zur Nachwuchsförderung zu spenden
  • auf fünf Prozent der Einnahmen einer Europacup-Saison zu verzichten

Bei Verstößen bis zu 100 Mio. Strafe

Ein Verstoß käme teuer: Bei einem erneuten Versuch, in einem nicht-autorisierten Bewerb zu spielen, werden 100 Millionen Euro fällig. Ein Verstoß gegen einen der anderen Punkte der Verpflichtung bringt eine Strafe von 50 Millionen Euro. Die UEFA kündigte an, jegliche Strafbeträge in den Nachwuchs zu investieren.

"Diese Vereine haben ihre Fehler schnell eingesehen, Reue gezeigt und sich zum europäischen Fußball bekannt. Wir wollen dieses Kapitel hinter uns bringen und mit positiver Energie nach vorne blicken", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin.

Juventus, Real und Barca uneinsichtig

Drei prominente Namen fehlen auf der Liste: Juventus, Real Madrid und der FC Barcelona, die beim Projekt federführend gewesen sein sollen. Ihnen droht weiter Ärger: Die UEFA habe sich alle Rechte für etwaige Konsequenzen vorbehalten und habe die Causa an die Disziplinargremien übergeben.