Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Rührende Bilder

Alaba mit großer Geste: Statt Jubel gab es Trost für Neymar

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff verzichtete der Wiener auf große Jubelszenen. Sein erster Weg führte ihn zum weinenden Neymar, den er mit einer innigen Umarmung tröstete.

Der Sieger der Fußball-Champions-League 2019/20 heißt FC Bayern München. Deutschlands Rekordmeister setzte sich mit ÖFB-Star David Alaba am Sonntag im Finale im Lissaboner Estadio da Luz gegen Paris Saint-Germain mit 1:0 (0:0) durch, das entscheidende Tor erzielte Kingsley Coman in der 59. Minute.

Zu einer berührenden Szene kam es gleich nach dem Schlusspfiff als Bayern als Sieger feststand. Noch ehe er mit seinen Mannschaftskameraden das Triple bejubelte, rannte Alaba zu PSG-Star Neymar, umarmte und tröstete ihn. Eine wahrlich große Geste, eines großen Sportlers.

© Getty Images

Denn mit dem Champions-League-Gewinn hat Alaba einen weiteren Meilenstein seiner Karriere erreicht. Der Wiener holte mit dem FC Bayern durch einen 1:0-Finalsieg über Paris Saint-Germain seinen zweiten Champions-League-Titel. Bei seinem ersten Triumph mit den Münchnern, dem 2:1 im Endspiel 2013 in London gegen Dortmund, agierte Alaba noch als Linksverteidiger.

Diesmal gewann der ÖFB-Star den begehrtesten Titel auf Clubebene als Akteur im Abwehrzentrum. Auf dieser Position brachte Alaba in den vergangenen Monaten dermaßen starke Leistungen, dass die Bayern den 2021 auslaufenden Vertrag mit dem 28-Jährigen unbedingt verlängern wollen.

© Getty


Zuletzt orteten Vereinsverantwortliche wie Karl-Heinz Rummenigge oder Oliver Kahn diesbezüglich positive Tendenzen. Der 72-fache ÖFB-Internationale (14 Tore) ließ sich aber bisher nicht in die Karten blicken und betonte stets, sich vorerst nur auf das Finalturnier der Königsklasse zu konzentrieren.

© Getty


Sollte Alaba dem FC Bayern den Rücken kehren, würde der deutsche Rekordmeister den an Titeln gemessen ex aequo mit Thomas Müller erfolgreichsten Spieler der Vereinsgeschichte verlieren. Österreichs zweifacher Sportler des Jahres und sechsfacher Fußballer des Jahres gewann mit den Bayern zwei Mal die Champions League, neun Mal die Meisterschaft, sechs Mal den DFB-Pokal, fünf Mal den deutschen Supercup und je ein Mal den europäischen Supercup sowie die Club-WM.

© Twitter/UEFAChampionsLeague


Seinen Wert für den FC Bayern stellte Alaba gegen PSG wieder unter Beweis. Gemeinsam mit Jerome Boateng und nach dessen Ausscheiden Niklas Süle ließ er die hochkarätige Angriffsreihe Angel di Maria, Kylian Mbappe und Neymar eher blass ausschauen, auch wenn sich manch defensive Verwundbarkeit der Bayern offenbarte. Alabas einziger Schnitzer kurz vor der Pause, ein Fehlpass im eigenen Strafraum, blieb folgenlos - Mbappe brachte nur ein Schüsschen zustande.