Champions League könnte auch künftig mit Finalturnier enden

K.o-Format

Champions League könnte auch künftig mit Finalturnier enden

UEFA-Präsident Ceferin: "Spannendere" Spiele im K.o-Format.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin kann sich vorstellen, dass die Fußball-Champions-League auch in Zukunft mit einem Final-Acht-Turnier beendet werden könnte. "Wir waren gezwungen, es so zu machen, aber am Ende sehen wir, dass wir etwas Neues herausgefunden haben. Wir werden also sicher in Zukunft darüber nachdenken", sagte Europaverbandpräsident Ceferin in einem Reuters-Interview.
 
Wegen der Corona-Pandemie war der Fußball-Europacup monatelang unterbrochen worden, die Champions League wurde mit einem Finalturnier ab dem Viertelfinale in Lissabon beendet. Gespielt wurde im K.o.-Modus , also ohne Hin- und Rückspiel. Das wirkte sich durchaus positiv auf den Offensivfußball aus, Ceferin sah "spannendere" Spiele. "Es gab nicht so viel Taktik. Wenn nur ein Spiel ist und eine Mannschaft ein Tor erzielt, muss auch die andere so schnell wie möglich ein Tor erzielen."
 
Freilich müsse man aber auch sehen, dass so weniger Spiele stattfinden würden. Für die Clubs bedeutet das weniger Einnahmen und Vermarktungsmöglichkeiten. "Also müssen wir darüber diskutieren, wenn diese verrückte Situation endet." In Lissabon waren keine Zuschauer zugelassen. Bei einem künftigen Finalturnier mit acht Clubs in einer Stadt könnten aufgrund der vielen Fans Sicherheits-und Logistik-Probleme entstehen.
 
Das aktuelle Turnier ging über elf Tage, dafür im überlasteten internationalen Kalender Platz zu finden, dürfte ein weiters Hindernis ein. "Es ist sicher ein sehr interessantes Format. So wie der Kalender derzeit aussieht, bezweifle ich, dass wir ein Final-Eight-Turnier machen können. Aber ein Format mit einem Match und einem System wie jetzt, ich denke, das wäre spannender als das Format vorher", erklärte Ceferin. Noch habe es aber keine Diskussionen gegeben, noch sei es eine Idee.