CL-Fluch: Deutsche spotten über Bullen

Aus im Play-off

CL-Fluch: Deutsche spotten über Bullen

Salzburgs CL-Fluch sorgt auch international für Schlagzeilen.

Unfassbar! Salzburg führte gegen Roter Stern bereits 2:0. Die Tür zur Champions League stand weit offen. Und dann das. Binnen weniger Sekunden kassierten die bis dahin überlegenen Bullen zwei Gegentore. Und das war's. Der Fluch geht weiter - Salzburg schafft es auch im elften Anlauf nicht in die Königsklasse.

Dabei begannen die Hausherren, angetrieben von 26.500 Fans in der ausverkauften Arena, druckvoll. Daka (10., 18.) und Ramalho (14.) vergaben die ersten Topchancen. Roter Stern völlig abgemeldet. Knapp vor der Pause: Traumflanke von Ulmer - und Dabbur macht das 1:0 (45.). Und als der Israeli per Elfer auf 2:0 erhöhte (48.), war Salzburg eigentlich schon weiter. Doch dann das: Zunächst Rudelbildung - und die brachte die Bullen aus dem Konzept. Binnen 77 Sekunden glich Nabouhane per Doppelpack aus (65., 66.). Was für ein Schock. Von dem sich die Bullen nicht mehr erholen sollten. Die Schluss-Offensive blieb unbelohnt - Salzburg muss sich mit der Europa League begnügen.

"1.000 Mal berührt"

Der unheimliche Champions-League-Fluch bleibt natürlich auch international nicht unbeobachtet. Vor allem unsere deutschen Nachbarn spotteten  gleich nach dem Spiel über das Ausscheiden der Salzburger. Der „Stern“ titelte etwa mit „1.000 Mal berührt“ und berichtet dann: „Das elfte Scheitern im elften Anlauf hatte beinahe schon tragische Züge.“ Die „BILD-Zeitung“ zeigt sich über den Ausgang überrascht: „Ist das zu glauben? Auch im elften Versuch seit 2005 hat es wieder nicht gereicht!.. Der Fluch hält an – Wahnsinn!“

Der „FOCUS“ spricht von einem verdienten Unentschieden und zählt die vergangenen Jahre des Scheiterns der Bullen (inklusive Düdelingen) auf. „Sport1“ konzentriert sich hingegen auf den unfassbaren CL-Fluch der Salzburger und schreibt von einem „77-Sekunden-Drama“.