Drogba war der Super-Held

Analyse

Drogba war der Super-Held

Chelsea betonierte - Bayern kurbelte.

Es war 23.48 Uhr, als UEFA-Präsident Michel Platini den großen Pot an Frank Lampard und John Terry überreichte. Der Held im Lager von Chelsea war aber ein anderer: Didier Drogba. Er durchlebte eine wahre Achterbahnfahrt – und das in seinem wohl ­letzten Spiel für die Blues.

Doch der Reihe nach. Die erste große Überraschung lieferte Chelsea-Coach Di Matteo schon vor Anpfiff des großen Finales. Er setzte den Franzosen Malouda auf die Bank, vertraute stattdessen auf einen gewissen Ryan Bertrand. Der 22-Jährige feierte sein Debüt in der Champions League – und das im Finale! Und die Taktik der Engländer war somit auch klar – Bertrand ist gelernter Verteidiger.
Chelsea wollte also die Defensive stärken. Was nur teilweise gelang. Die Bayern drückten, brachte die Abwehr-Mauer der Engländer von der ersten Minute an ins Wanken. Aber sie fiel lange nicht. Erst in Minute 83.

Tor zum 1:1, Elfer verschuldet, entscheidendes Tor
Doch Chelsea schaffte es, blitzschnell umzuschalten – und Drogba köpfte die Blues tatsächlich noch in die Verlängerung (88.). Dort wurde Drogbas Euphorie aber schnell gebremst, als er Ribéry im Strafraum legte. Ein Stürmer hat halt im eigenen Strafraum nichts verloren! Goalie Cech machte den Fehler des Ivorers wieder gut, hielt Robbens Strafstoß.

Dann der Elferkrimi. Drogba behielt als letzter Schütze die Nerven, verwandelte eiskalt. Und das in seinem wohl letzten Spiel für die Blues. Grenzeloser Jubel beim Mann von der Elfenbeinküste. Wenn der 34-Jährige Chelsea wie vermutet jetzt verlässt, wird er dies als Held tun.

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