Bei Rapid ist noch viel zu tun

Krankl-Kolumne

Bei Rapid ist noch viel zu tun

Rapid ist nach dem 2:0 gegen die Admira wieder zurück auf der Siegerstraße

Das Spiel gegen den Tabellen-Letzten war eine klare Sache für Rapid. Das Wichtigste - und da gebe ich Didi Kühbauer recht - sind die drei Punkte. Stolz darf Rapid auf diese Darbietung aber nicht sein. Admira ist der schwächste Gegner der Liga, um diese Mannschaft muss man sich Sorgen machen. Dabei hatte Admira noch Riesenpech - wenn Paintsil den Ball quer spielt, steht's 1:1, und das Zähneklappern geht wieder los. So war es ein ständiges Anlaufen und nur eine Frage der Zeit, bis der müde Gegner Fehler begeht und das zweite Tor fällt.

Viele Fehler, wenig Selbstvertrauen

Trotzdem sah ich auch bei Rapid wenig Selbstvertrauen und viele Fehler. Aber wie gesagt: Was zählt, ist der Sieg. Und das Admira-Spiel war vielleicht der erste Schritt in die richtige Richtung. Bezeichnend für die Situation ist, dass der alte Haudegen und Innenverteidiger Sonnleitner die Tore schießen muss. Er, den sie schon abgeben wollten, hat sich immer reinghaut für Rapid. Ihm vergönn ich die beiden Tore, die nicht davon ablenken sollen, dass noch viel zu tun ist bei Rapid.

Nach Siegen wie dem 2:0 besteht die Gefahr, dass schnell wieder "alles super" ist. Dass sich die wichtigen Herren in Hütteldorf gleich wieder zu Wort melden nach dem Motto: "Ich hab's ja immer schon gewusst ..."

Wolfsberg und Altach werden Prüfsteine

Im Cup geht's jetzt nach Wolfsberg und dann am Sonntag in der Meisterschaft gegen Altach. Prüfsteine, aber zugleich machbare Gegner. Spiele, die gut sind für Rapid in der derzeitigen Situation. Solche Partien müssen gewonnen werden, dann ist sofort die schwarze Wolke über Hütteldorf verschwunden. Sonst werden sich nach Josef Hickersberger, Ernst Dokupil, Peter Pacult und Andi Herzog weitere ehemalige Rapid-Größen zu Wort melden, um berechtigte Kritik anzubringen. Es bleibt also spannend bei Rapid.