Bundesliga leitet Verfahren gegen Rapid ein

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Bundesliga leitet Verfahren gegen Rapid ein

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Wegen des sexistischen Fan-Transparentes beim Rapid-Spiel leitet das Ethikkomittee nun ein Verfahren ein. 

Der Skandal um das Banner der Rapid-Fans weitet sich aus und könnte für den Rekordmeister nun zu unangenehmen Konsequenzen führen. Die Bundesliga hat am Dienstagnachmittag bekanntgegeben, dass ihr Ethikkomitee ein Verfahren gegen den SK Rapid Wien eingeleitet hat. Grund ist das geschmacklose, sexistische Spruchband, das am vergangenen Sonntag im Stadion der Hütteldorfer vor der Partie gegen Hartberg zu sehen war.

© TZOE/Philip Scheichl
Rapid Sexismus Plakat
× Rapid Sexismus Plakat

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"Geprüft wird, ob der Klub die im Leitbild festgelegten Grundwerte der Bundesliga und somit das Ansehen und den Ruf des Verbandes gefährdet oder verletzt hat", teilte die Liga in einer längeren Aussendung mit.

"Wir bekennen uns zu Werten wie Toleranz, Vielfalt und Offenheit und sind stolz darauf, dass der Fußball jeden Tag einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit, zur Integration und zum Zusammenhalt liefert," so die Bundesliga. "Leider kommt es aber auch zu Vorfällen, von denen jeder einer zu viel ist. In erster Linie ist Präventivarbeit zu leisten, um Bewusstseinsbildung zu schaffen (bspw. haben der ÖFB und die Bundesliga im Juni 2019 eine Homophobie-Ombudsstelle initiiert) und als letztes Mittel sind auch Repressionen möglich."

Der Klub wurde zur Stellungnahme aufgefordert, ein Verhandlungstermin ist aktuell noch nicht anberaumt.

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