Djuricin: "Für Fans habe ich kein Verständnis"

Interview mit Rapid-Coach

Djuricin: "Für Fans habe ich kein Verständnis"

Rapid-Coach Goran Djuricin (43) spricht über die Fan-Revolte und das heutige Spiel.

ÖSTERREICH: Gogo, die Fans haben sich auf Ihre Person eingeschossen – wie gehen Sie damit um?

Goran Djuricin: Die Reaktionen nach dem 0:0 gegen den WAC habe ich verstanden, da habe ich mich selbst geniert. Für die Forderungen der Fans gegen Steaua habe ich allerdings überhaupt kein Verständnis, da haben wir eine tolle erste Hälfte gespielt. Da geht es nicht um meine Person, aber da muss sich jeder fragen, ob er der Mannschaft damit hilft.

ÖSTERREICH: Ist das Band zwischen Ihnen und den Fans zerschnitten?

Djuricin: Ich sehe das Verhältnis nicht als zerrüttet. Ich nehme die Forderungen der Fans nicht persönlich, das ist das Los eines Rapid-Trainers. Da kann jeder auf der Bank sitzen: Wenn die Ergebnisse nicht nach Wunsch sind, gibt es solche Reaktionen. Ich kann nur sagen, dass ich 24 Stunden am Tag für diesen Verein arbeite und auch weiterhin alles Mögliche tun werde, um mit Rapid erfolgreich zu sein.

ÖSTERREICH: Haben Sie Angst vor weiteren Fan-Protesten heute gegen Innsbruck?

Djuricin: Das kann ich nicht beeinflussen, ich konzen­triere mich auf meine Arbeit mit dem Team. Ich kann mir nur wünschen, dass die Mannschaft angefeuert und motiviert wird. Beeinflussen kann ich nur den Auftritt meiner Mannschaft.

ÖSTERREICH: Was erwarten Sie heute von Ihren Spielern?

Djuricin: Wir brauchen in der Liga unbedingt Punkte, vielleicht tut uns der positive Druck gut. Wir wollen gewinnen, den ersten Ligaheimsieg der Saison holen. Aber Innsbruck ist ein sehr unberechenbarer und variabler Gegner. Und mit Dedič haben sie einen sehr gefährlichen Stürmer. Wir müssen hellwach sein und von Beginn weg Vollgas geben.Philipp Scheichl