Djuricin: Siegen oder fliegen

Trainer am Schleudersitz

Djuricin: Siegen oder fliegen

Schicksalsspiel für Coach Djuricin: Setzt es heute das Cup-Aus, ist er Geschichte.

In der Liga liegt Rapid mit neun Punkten aus acht Spielen im Niemandsland. Der Druck auf Coach Djuricin wächst, der Cup ist sein letzter Strohhalm. Heute gastiert Rapid in der zweiten Runde Mattersburg. Setzt es das Aus, ist der 43-jährige Wiener nicht mehr zu halten. Sportboss Bickel wollte das auf ÖSTERREICH-Nachfrage nicht bestätigen, stellt aber klar: "Wenn wir verlieren, sind wir richtig in der Scheiße. Oder noch mehr als ohnehin schon."

»Wenn wir verlieren, sind wir richtig in der Scheiße«

Klare Worte. Djuricin gibt sich gelassen, betont: "Wir wollen aufsteigen. Wir sind Favorit und nehmen diese Rolle an." Bauen kann er nach seiner Mega-Rotation zuletzt in Salzburg auf seine fitte Top-Elf und die Statistik: In Mattersburg hat Rapid in seiner Amtszeit nie verloren, im Pappelstadion die letzten fünf Spiele gewonnen. Noch dazu sind die Burgenländer heuer in der Liga ohne Heimpunkt, kassierten drei Pleiten. Verteidiger Hofmann tönt: "Im Cup zählt nur das Weiterkommen, sonst nichts. Es ist ein hartes Los für die zweite Runde, aber das ist uns komplett egal. Wir wollen heuer wieder ins Finale, da müssen wir solche Gegner ausschalten." Auch Kapitän Schwab weiß um die enorme Brisanz dieses Spiels: "Wir müssen die Hürde unbedingt nehmen."

Gelingt der nicht, ist Feuer am Dach, wird die Stimmung weiter kippen. Dann droht das Pulverfass Hütteldorf zu explodieren, steht die nächste titellose Saison angesichts der Liga-Misere wohl schon im September (!) fest. Djuricin muss liefern - siegen oder fliegen.

Philipp Scheichl