Payer will Nr. 1 im Team werden

Rapid

Payer will Nr. 1 im Team werden

Er hat eine schwere Krankheit besiegt und sich zurück ins Rapid-Tor gekämpft. Nun setzt "Panther" Helge Payer zum Sprung ins ÖFB-Tor an.

Auch das zweite Testspiel der Saison (10:1 in Pantaleon) hat er verpasst. Helge Payer laboriert an einer Schnittverletzung am Fuß. „Nichts Wildes“, schmunzelt der Rapid-Goalie, „in zwei Tagen bin ich fit!“

Kleine Schritte
Helge Payer hat in letzter Zeit viel gelernt – in kleinen Schritten zu denken, zum Beispiel. Nach seiner gefährlichen Venenerkrankung im Unterleib hat er sich ganz allmählich zurückgearbeitet. Zuerst in Einzelschichten mit Rapids Ex-Tormanntrainer Tiger Zajicek, dann im Mannschaftstraining und seit dem vergangenen Frühjahr endlich wieder als Goalie Nummer 1 beim Rekordmeister.

Ruhig geworden
„Große Kampfansagen gibt es von mir aber nicht mehr“, so Payer. Ohne viele Worte soll jetzt der letzte Schritt auf dem langen Weg zurück folgen: Payer will Nummer 1 im ÖFB-Team werden. Zuletzt, beim 0:1 in Belgrad, gehörte er schon wieder zum Kader.

Tiger-Schock
Dass er in dieser Saison nicht mehr mit Tiger Zajicek arbeiten darf, war zunächst ein Schock für Payer. Doch er ist Profi genug, die Gefühle hinten anzustellen. „Wir als Spieler müssen so etwas nehmen, wie es kommt“, erklärt der gebürtige Oberösterreicher mit griechischer Mutter. Nun arbeitet Payer täglich mit Zajicek-Nachfolger Manfred Kohlbacher. Neuer Trainer, neue Impulse – man lernt nie aus. Kohlbacher hat bereits angekündigt: „Ich will Helge wieder zur Nummer 1 im Team machen.“

Torwartcamps
Und Payer? Der will sein Können weitergeben und fahndet schon nach dem ÖFB-Tormann von übermorgen. In seinen Torwartcamps schleift Payer talentierte Nachwuchs-Goalies. Motto: Payer sucht den Superstar. Und die Kids rennen ihm das Tor ein. Die beiden nächsten Trainingslager sind ausgebucht. Weitere Termine gibt es unter www.hp-torwartschule.at

Zauberei
Übrigens: Mit seiner Torwartschule unterstützt der 29-Jährige auch die „Clini Clowns“. Die besuchen kranke Kinder daheim oder im Spital, um ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Payer: „Ich habe es am eigenen Leib erlebt, wie es ist, wenn man schwer krank wird.“ Doch jetzt ist er fitter denn je. Und will voll angreifen – auch beim ÖFB-Team ...