Rapid leitet den Umbruch ein

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Rapid leitet den Umbruch ein

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Nach Krammer-Abgang bleibt in Hütteldorf kein Stein auf dem anderen

Mit dem Knalleffekt, dem Abgang von Präsident Michael Krammer, startet bei Rapid der große Umbruch. Im November 2019 wird ein neuer starker Mann gewählt, die Ära Krammer zu Ende gehen. Eine, die mit dem neuen Stadion, einer neuen Rekordanzahl an Mitgliedern und Zuschauern sowie einem neuen Rekord-Eigenkapital wirtschaftlich in die Geschichte eingehen wird. Aber eine, die sportlich bislang ohne nationalen Titel in die Annalen eingeht. Und wo Rapid in der Liga so schlecht wie noch nie in diesem Jahrtausend dasteht.

Krammer-Abgang wegen Erkrankung seiner Frau

Bis zu seinem endgültigen Abgang verspricht Krammer: "Wir werden alles unternehmen, um aus dieser Scheißgasse bald wieder rauszukommen." Vor wenigen Tagen gab es ein intensives Gespräch mit Trainer Didi Kühbauer. Die Erkenntnis: "Wir haben richtig gute Fußballer. Das Problem ist: 'Wir sind nicht Rapid.' Wir müssen wieder zu unserer Rapid-DNA zurück."

Hoscher, Tojner & Doskozil sind die drei Top-Kandidaten

So weit, so gut. Wie es aber personell nach dieser Horror-Saison weitergeht, ist offen. Sportboss Bickel, bei der Mitgliederversammlung im Kreuzfeuer der Fan-Kritik, machte seinen Abgang zuletzt vom Präsidenten abhängig. Die Entscheidung, ob er den auslaufenden Vertrag verlängert, trifft er im Frühjahr.

Im November nächsten Jahres wählt Rapid dann den neuen Präsidenten. Kandidaten gibt es: Casinos-Manager Dietmar Hoscher (war als Nachfolger von Krammer-Vorgänger Rudi Edlinger im Gespräch), Michael Tojner (Investor und Sponsor des Rapid-Nachwuchses) sowie der designierte burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (sitzt im Rapid-Beirat). Krammer hofft, dass der Neue jemand ist, der Rapid "mit all seiner Kraft dienen will und eine starke Verbundenheit zum Verein hat". Klar ist: Ab jetzt beginnt ein einjähriger Wahlkampf um den Chefsessel.

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