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Fußball

Rapidler schon in Meisterform

Bei Rapid konzentriert man sich nach dem tollen 1:0 gegen Liverpool schon auf die nächsten Ziele: Europa League und Bundesliga.

1:0-Sieg gegen Englands Rekordmeister Liverpool. Klingt nicht schlecht. Aber bei Rapid weiß man genau, wo man diesen Erfolg einordnen muss. Nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig. „Liverpool ist nicht in dem Zustand wie während der Saison“, will Kapitän und Goldtorschütze Steffen Hofmann den Erfolg nicht überbewerten. „Aber es war schon eine tolle Sache“, ergänzte Trainer Peter Pacult, der sich freute, dass seine Mannschaft diesem internationalen Vergleich standhalten konnte. Doch Liverpool ist die Vergangenheit. In Hütteldorf konzentriert man sich schon auf die kommenden Aufgaben. Und die heißen Europa League und Bundesliga.

Der große Vorteil: Rapid ist schon eingespielt
Der Coach stellte gleich klar: „Den Erfolg nehmen wir gerne mit. Aber jetzt beginnt die richtige Arbeit.“ Der Aufstieg in die nächste Quali-Runde der Europa League ist für die Grün-Weißen nur noch Formsache. Nach dem 5:0 im Hinspiel sollte für die Partie am Donnerstag in Shkoder (Albanien) alles klar sein. Am Sonntag startet Rapid dann – spät aber doch – in die Meisterschaft. In Mattersburg sind drei Punkte fest eingeplant.

Denn: In der Form, wie sich die Pacult-Elf in den beiden Jubiläumsspielen gegen Schalke und Liverpool und auch im Europacup gegen Shkoder präsentiert hat, ist Rapid ein klarer Titelfavorit. Großer Vorteil im Vergleich zu den Konkurrenten Salzburg und Austria, bei denen vieles neu ist: Pacults Team ist schon eingespielt, wurde nur punktuell verstärkt.

Junior Drazan ist Pacults nächstes Trumpf-Ass
Pacult scheint seine Startelf schon fast gefunden zu haben. Ein Fragezeichen gibt’s in der Abwehr. Noch wartet der Verein auf die internationale Freigabe für Milan Jovanovic. Die soll aber in den nächsten Tagen von der FIFA kommen. Der große Verlierer der noch jungen Saison heißt Stefan Maierhofer. Er hat seinen Stammplatz an Nikica Jelavic verloren. Der hat spätestens mit seinen zwei Joker-Toren gegen Shkoder seine Frühform bewiesen. Gegen Liverpool durfte er schon beginnen. Für Maierhofer, im vergangenen Jahr noch kongenialer Sturmpartner von Jimmy Hoffer, bleibt nur der Platz auf der Bank.

Großer Gewinner ist der junge Christopher Drazan. Er legte gegen Liverpool mehr als nur eine Talentprobe ab und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Platz im linken Mittelfeld machen.