WAC entscheidet Kärntner Derby für sich

2:1-Heimerfolg gegen Klagenfurt

WAC entscheidet Kärntner Derby für sich

Im umkämpften Kärntner Derby geht der WAC als Sieger hervor. Die Wölfe aus dem Lavanttal schlagen den Rivalen aus Klagenfurt mit 2:1.

Der WAC hat seinen Erfolgslauf in der Fußball-Bundesliga zum Auftakt der Rückrunde des Grunddurchganges fortgesetzt. Die Truppe von Coach Robin Dutt behielt am Samstag im Kärntner Duell mit dem ersatzgeschwächten Aufsteiger Austria Klagenfurt verdient mit 2:1 (1:0) die Oberhand und festigte mit dem dritten Sieg in Folge den dritten Tabellenplatz. Der Vorsprung auf den auf Rang fünf zurückgefallenen Kärntner Rivalen wurde nach der 12. Runde auf vier Punkte ausgebaut.

Vor 5.600 Zuschauern sorgten Thorsten Röcher (16.) und Michael Liendl (51.) für die Tore der Heimischen. Für die Klagenfurter war der zwischenzeitliche Ausgleich von Alex Timossi Andersson unmittelbar nach der Pause zu wenig (46.). Für sie endete eine Serie von vier ungeschlagenen Ligapartien, in denen es gleich drei 1:1 gegeben hatte. Zudem war es eine verpatzte Generalprobe vor dem ÖFB-Cup-Achtelfinale beim SC Weiz am Dienstag. Auch der WAC ist im Cup noch dabei, bekommt es am Nationalfeiertag auswärts mit dem SV Lafnitz zu tun.

WAC bestimmte Hälfte eins

Dutt schickte nach den jüngsten 1:0-Erfolgen gegen die Wiener Austria und beim LASK neuerlich dieselbe Startformation ins Rennen. Bei den Klagenfurtern waren aufgrund der Sperren von Thorsten Mahrer und Turgay Gemicibasi sowie der Verletzung von Tim Maciejewski drei Änderungen zwingend nötig. Herbert Paul, Ivan Saravanja und Startelfdebütant Fabio Markelic durften sich von Beginn an zeigen. Die neu zusammengestellte Truppe hatte vor allem in der Anfangsphase aber so ihre Probleme.

Goalie Philipp Menzel musste bei einem Baribo-Kopfball früh all sein Können aufbieten, zudem fand auch Liendls Nachschuss nicht den Weg ins Tor (9.). Auf der anderen Seite wurden die Gäste nach einer Viertelstunde erstmals gefährlich, da ging ein Cvetko-Kopfball knapp über das Tor. Das rächte sich bereits im Gegenzug. Nach einem weiten Liendl-Pass nahm sich Eliel Peretz den Ball mit der Brust herunter und bediente Röcher, der kaltschnäuzig verwertete. Sonst wartete man auf Topchancen vergeblich, wobei die Gastgeber insgesamt mehr Ballbesitz hatten, etwas zweikampfstärker waren und mehr Schüsse aufs gegnerische Tor abgaben.

Klagenfurter Blitztor nach der Pause

43 Sekunden nach Wiederbeginn waren die Klagenfurter, bei denen der erst am Donnerstag verpflichtete Deutsche Alexander Fuchs ab der 53. Minute debütierte, zurück im Spiel. Nach einer Markelic-Flanke leiteten Patrick Greil und Markus Pink das Leder mit jeweils einer Berührung weiter zu Timossi Andersson, der ins kurze Eck traf. Der WAC benötigte allerdings nicht lange, um wieder vorzulegen. Nach einem geblockten Taferner-Schuss nahm sich Liendl aus 20 Metern ein Herz und versenkte die Kugel in Tor-des-Monats-Manier genau im Kreuzeck.

Bei einem Baumgartner-Kopfball (60.) bewahrte Menzel seine Elf vor einem höheren Rückstand. In der 77. Minute hatten die Klagenfurter zudem Glück, dass nach einem Zweikampf von Paul mit Röcher im Strafraum Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca auch nach Studium der TV-Bilder bei seiner Kein-Elfer-Entscheidung blieb. Deshalb blieben die Gäste im Spiel und hätten beinahe den Ausgleich erzielt, bei einem Kopfball von Nicolas Wimmer (82.) fehlte nicht viel. Der WAC blieb nach dem 1:1 im ersten direkten Saisonduell gegen den Rivalen neuerlich unbesiegt.