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Maradona-Pleite

Historisches Debakel für Argentinien

Das Auswärtsspiel in Bolivien hat sich Fußball-Legende Diego Maradona sicher anders vorgestellt. Die von ihm betreuten Argentinier gingen mit 1:6 unter.

In Fußball-Argentinien ist die Euphorie über den Sieg-"Hattrick" unter dem neuen Teamchef Diego Maradona dem blanken Entsetzen gewichen. Mit dem 1:6 am Mittwochabend gegen Bolivien in der dünnen Luft der 3.600 m hoch gelegenen Stadt La Paz erlitt der zweifache Weltmeister ein 1:6-(1:3)-Debakel und sackte nach der 12. Runde der südamerikanischen WM-Qualifikation vom zweiten auf den vierten Tabellenplatz ab.

Damit nicht genug. Sechs Tore musste die "Seleccion" erstmals seit der WM-Endrunde 1958 in Schweden hinnehmen. Damals hatte es gegen die frühere Tschechoslowakei ebenfalls eine 1:6-Abfuhr gegeben.

Theatralischer Maradona
"Ich litt mit unseren Fans und dem Team. Jedes Tor von Bolivien war ein Dolchstoß in mein Herz. Hätten wir so ein Resultat vor der Partie geträumt, wir hätten es für unmöglich gehalten", kommentierte Maradona eine seiner schmerzhaftesten Minuten im Fußball-Metier.

Die Hausherren waren vor über 40.000 begeisterten Zuschauern im Estadio Hernando Siles den Gästen in allen Belangen überlegen. Joaquin Botero und Marcelo Martins erzielten vier der sechs Tore (3 bzw. 1) und brachte auch die "Albiceleste", die mit Stars wie Lionel Messi, Carlos Tevez etc. gespickt war, zur Verzweiflung. Die "Gauchos" verloren hingegen nach etwas mehr als einer Stunde auch noch Angel Di Maria durch Ausschluss wegen Tätlichkeit.

3:0-Erfolg für Brasilien
Einen klaren 3:0-Heimsieg über Peru feierte mit Brasilien hingegen der zweite südamerikanische Gigant. Vor über 45.000 Besuchern in Porto Alegre waren die Weichen für den Erfolg bald gestellt. Matchwinner war Luis Fabiano mit einem Doppelpack.

Jeweils Remis trennten sich am Mittwoch Chile und Uruguay (0:0) sowie Ecuador und Paraguay (1:1). Die Paraguayer führen nun nur noch mit drei Punkten Vorsprung auf Brasilien, die Urus verpassten es als Fünfte, Argentinien in der Tabelle zu überholen. "Wir haben in Santiago zwei Zähler verloren", kommentierte der uruguayische Teamchef Oscar Wahsinton Tabarez das 0:0 gegen zehn Chilenen. Maurico Isla war schon nach einer halben Stunde zum Duschen in die Kabine geschickt worden.