Fall Petersen: Schiri verweigert Aussage

Deutsche Bundesliga

Fall Petersen: Schiri verweigert Aussage

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Schiedsrichter Tobias Stieler könnte aufgrund der Affäre rund um Nils Petersen gesperrt werden.

Die Szene markierte ein Novum im Fußball. Kaum ein Fall ist bekannt, in dem ein Schiedsrichter einem Spieler eine Gelbe Karte zeigt, ohne dass er es mitbekommt, und ihn wenige Sekunden später mit Rot vom Platz schickt. Die Affäre rund um Freiburg-Spieler Nils Petersen könnte FIFA-Referee Tobias Stieler nun die Karriere kosten. Stieler droht eine verbandsinterne Sperre, nachdem er bei der Verhandlung zur Causa die Aussage verweigert hatte.

Allerdings muss ein Schiedsrichter bei Verhandlungen zu Spielausschlüssen aussagen. Stieler ist übrigens im Hauptberuf Rechtsanwalt. Schiri-Boss Lutz Michael Fröhlich kündigte Konsequenzen an. Bizarr: Trotz Nachfrage des Richters wollte Stieler nicht erklären, was genau Petersen gesagt hat. In der offiziellen Urteilsbegründung steht nach Informationen der Bild, dass Stieler trotz mehrfacher, eindringlicher Belehrung und Aufforderung die Aussage verweigert hat.

Nun gibt es wilde Spekulationen. Sind Schiedsrichter und Spieler befreundet? Sie sollen sich auf dem Platz geduzt haben. Die Bild soll herausgefunden haben, dass Petersen "Du Pisser" gesagt haben soll. Für diese Beleidigung bekommt man normalerweise Glatt Rot. Zeigte der Schiri nur eine zweite Gelbe Karte statt glatt Rot, weil er den Spieler kannte? Oder wollte Stieler sich vor Gericht selbst schützen, weil er trotz wahrgenommener Beleidigung nur Gelb gab?

Stieler selbst wollte sich bisher nicht zu dem Thema äußern.

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