"Vereinsschädigende Aussagen" vorgeworfen

Bundesliga

LASK trennte sich von Coach Matthias Hamann

Als Grund wird "vereinsschädigends Verhalten" angegeben.

Der oberösterreichische Fußball-Bundesligist LASK Linz hatte sich am Mittwochabend von Coach Hamann getrennt. Die Entscheidung kam nicht wirklich überraschend, da der deutsche Trainer am Dienstag in einem Interview heftige Kritik an der Transferpolitik geäußert hatte. Erst etwas weniger als drei Stunden vor der offiziellen Entscheidung hatte sich der Tabellenachte in einer Vereinsaussendung gegen die Hamann-Kritik zur Wehr gesetzt. Es gab eine Liste von Dingen, die nicht gepasst haben", begründete Präsident Peter-Michael Reichel im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur seine Entscheidung.

Den "Oberösterreichischen Nachrichten" sagte Reichel zu den jüngsten Vorfällen in Belek : "Es wurden Dinge zerstört, das Hotel hat von uns Schadenersatz verlangt. So etwas kann ich nicht tolerieren." Und weiter zu den Differenzen in Sachen Kaderverstärkung: "Es kann nicht sein, dass ein Trainer die eigenen Spieler heruntermacht."

Hamann war vorerst für keine Stellungnahme erreichbar. Er ist der dritte Trainer, der in dieser Bundesliga-Saison seinen Hut nehmen muss. Zuvor war bei Austria Kärnten Frenkie Schinkels durch Joze Prelogar und bei Wiener Neustadt Helmut Kraft durch Peter Schöttel ersetzt worden.