Gerhard Milletich

Die Tage von Franco Foda sind gezählt

Neuer ÖFB-Boss ist schon auf Trainersuche

Der neue ÖFB-Präsident, Gerhard Milletich (65) äußert sich zur Foda-Frage. 

Auf den designierten ÖFB-Präsidenten Gerhard Milletich warten nach seinem offiziellen Amtsantritt im Rahmen der Ordentlichen Bundeshauptversammlung am 17. Oktober in Velden vor allem zwei Herausforderungen. Zum einen muss der künftige Chef des größten Sport-Fachverbandes des Landes die Teamchef-,zum anderen eine Standortfrage bezüglich ÖFB-Geschäftsstelle und Trainingszentrum klären.

Ära von Franco Foda geht dem Ende zu

Nationaltrainer Franco Foda ist durch den völlig verkorksten September-Lehrgang angezählt. Zwar wurde der Deutsche von Noch-ÖFB-Boss Leo Windtner für die Oktober-Partien gegen die Färöer und Dänemark bestätigt, was danach passiert, ist aber offen.

Milletich hielt sich in dieser Angelegenheit vorerst bedeckt. Man werde in den kommenden Wochen in der ÖFB-Sportkommission zum Thema Teamchef beraten.

Spieler werden bei Suche miteinbezogen

In der ORF-Sendung "Sport am Sonntag" ließ der 65-Jährige dann erkennen, dass Fodas Tage als Teamchef wohl gezählt sind. Nach den jüngsten Tiefschlägen in der WM-Quali werde man "mittelfristig oder kurzfristig nachdenken, welche Maßnahmen man setzt, um das zu korrigieren", sagte Milletich und will bei diesem Thema den ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel, die ÖFB-Sportkommission sowie "langjährige Teamspieler" einbeziehen, um herauszufinden "welche Alternativen es gibt, die bereit wären, das Nationalteam zu betreuen".

Und diese könnte schon für die November-Matches jeweils daheim gegen Israel und die Republik Moldau bestellt werden. Milletich: "Ich glaube nicht, dass es so schnell gehen kann, aber man kann nichts ausschließen", erklärte der 65-Jährige.

Die Verträge von Foda und dessen Co-Trainern laufen bis zum Ende der WM-Quali, also wohl bis März 2022, und würden sich im Falle einer WM-Teilnahme bis Jahresende 2022 verlängern. Eine baldige Verabschiedung des Trainerstabs wäre daher eine einigermaßen kostspielige Angelegenheit.

Der ÖFB muss jedoch seine Finanzen im Griff behalten, vor allem deshalb, weil demnächst mit der Errichtung eines Verbands-Trainingszentrums und einer neuen ÖFB-Geschäftsstelle in Aspern begonnen werden soll.