Vorsicht! So hart wird die WM-Quali

Nur Gruppensieger fix bei WM

Vorsicht! So hart wird die WM-Quali

Montag startet unser Team in die WM-Quali. Doch Vorsicht! Die wird beinhart.

"Wir freuen uns, dass es wieder losgeht", sagte Teamchef Marcel Koller gestern. Am Montag (18 Uhr, live in ORF eins) startet unser Team in Georgien in die WM-Quali. Und das ohne Testspiel! Eine riskante Sache nach der verkorksten EURO. Denn diese Quali wird um vieles schwieriger als jene für die EM.

Nur Gruppensieger fix dabei
Grund: Nur die neun Gruppensieger sind fix qualifiziert. Die acht besten Zweiten müssen im Gegensatz zur EM-Quali noch ins Play-off. Dazu kommt: Unsere Gegner haben es in sich. Wales ist die Nummer 10 der Welt, schaffte es bei der EURO ins Halbfinale, Irland ins Achtelfinale und auch Serbien darf nicht unterschätzt werden. Heißt: In Georgien ist ein Sieg Pflicht!

Wales als echter Prüfstein
Nach dem Georgien-Match geht es am 6. Oktober im Happel-Stadion gegen Wales weiter, drei Tage später wartet in Belgrad die serbische Auswahl. Das letzte Quali-Spiel in diesem Kalenderjahr steigt am 12. November wieder im Wiener Prater gegen Irland. Fortgesetzt wird die Qualifikation im kommenden März, das letzte ÖFB-Gruppenspiel in Pool D ist für 9. Oktober 2017 auswärts gegen Moldau angesetzt.

Dreimal Dritter
Die vergangene WM-Ausscheidung beendete Österreich ebenso an dritter Stelle wie die Qualifikationen für die Weltmeisterschaften 2010 und 2006. Vor der WM 2002 schaffte es das ÖFB-Team immerhin ins Play-off der Gruppen-Zweiten, wo dann aber gegen den späteren Turnier-Dritten Türkei (0:1/h, 0:5/a) Endstation war.

Letzte Teilnahme in Frankreich 1998
Zum bisher letzten Mal gelang 1998 der Vorstoß in den Kreis der besten Nationalmannschaften der Welt, als die ÖFB-Auswahl den Pool mit Schweden, Schottland, Lettland, Estland und Weißrussland gewann. Noch vier Jahre zuvor war man meilenweit von einer Reise in die USA entfernt, für die Österreicher blieb in der Quali-Gruppe nur Rang vier.

Starke "Cordoba"-Generation
In der Kampagne für die WM 1990 reichte ein zweiter Platz hinter der Sowjetunion zur Teilnahme, im Rennen um das Ticket für die WM 1986 scheiterten die Österreicher an ihren Quali-Gruppengegnern Ungarn und Niederlande. Davor hatte die "Cordoba"-Generation rund um Hans Krankl und Herbert Prohaska zweimal in Folge die Qualifikation für die Endrunde geschafft. Für die WM 1982 gelang dies mit einem zweiten Platz hinter Deutschland, vier Jahre zuvor als Gruppensieger, womit eine 20-jährige Durststrecke beendet worden war.

Damals fehlte das Geld...
Denn 1974 zogen die Österreicher im Entscheidungsspiel gegen Schweden in Gelsenkirchen (1:2) nur unglücklich den Kürzeren, in der Ausscheidung für 1970 und 1966 war die ÖFB-Truppe hingegen chancenlos. Auf eine Teilnahme an der Qualifikation für die WM 1962 in Chile wurde überhaupt verzichtet, weil sich der Verband damals einen Südamerika-Trip nicht leisten konnte. Ebenfalls aus finanziellen Gründen war schon von einer Mitwirkung an der Quali für die Weltmeisterschaften 1930 (Uruguay) und 1950 (Brasilien) abgesehen worden.

Dritter Platz als bestes Resultat
Souverän sicherten sich die Österreicher einen Platz im Starterfeld der WM 1958, vier Jahre zuvor genügte ein klarer Play-off-Sieg gegen Portugal (9:1/h, 0:0/a), um wenig später bei der Endrunde Rang drei einzufahren. Für einen Platz bei der WM 1934 mussten Matthias Sindelar und Co. nur Bulgarien vor eigenem Publikum 6:1 besiegen. Beim Turnier vier Jahre später wäre Österreich nach einem 2:1 über Lettland ebenfalls dabei gewesen, der Anschluss an Deutschland machte jedoch eine Teilnahme unmöglich.