LASK gegen Red Bull Salzburg Fußballtor Netz von hinten mit Blick auf den Fußballplatz und das gegnerische Tor.

Bundesliga:

Kann LASK Red Bull Salzburg in diesem Jahr dem Titel abjagen?

Sieht man sich aus heutiger Sicht die Bundesliga in Österreich der vergangenen Jahre an, könnte die Vermutung aufkommen, dass alle antraten, damit RB Salzburg den Titel holte.

Auch die neue Ausrichtung der Liga half dort nicht weiter. Aktuell gibt es jedoch einen Hoffnungsschimmer. Sicherlich ist RB Salzburg weiterhin auf Rang 1, doch das fußballerische Hoffnungsprinzip besteht nun einmal sinngemäß aus einem Drei-Punkte-System. Und das Prinzip sagt, dass eine Niederlage plus Sieg des Konkurrenten einen Wechsel an der Tabellenspitze bedeutet. Dieser Artikel verrät, dass die Bundesliga in diesem Jahr durchaus spannend sein dürfte, denn die Karten werden bald ohnehin komplett neu gemischt.

Die Titelchancen: Bald wird neu gemischt

Das System der ersten beiden Ligen in Österreich wurde zur letzten Saison komplett verändert:

- Allgemeiner Durchgang – alle, jetzt 12, Teams der Liga spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander. Das macht also 22 Spieltage in der Ersten Liga, in der 2. Liga sind es aufgrund der 16 Teams mehr.
- Teilung – nun wird die Tabelle geteilt. Die nach dem 22. Spieltag auf den ersten sechs Rängen liegenden Teams spielen um die Meisterschaft und die internationalen Wettbewerbsplätze. Ab Rang 7 geht es in die Qualifikationsrunde, die, abhängig von der Fünf-Jahres-Wertung, ebenfalls mit Europa League-Plätzen belegt sein kann und zugleich den Absteiger in Liga 2 ausspielt.
- Punkteteilung – damit das System ab der Teilung interessanter und spannender bleibt, werden die Punkte jedes Vereins halbiert. Ein halber Punkt wird abgerundet. Würde die Punktesituation aktuell nach dem 16. Spieltag zählen, müsste red Bull Salzburg mit 20 Punkten in die Finalrunde starten, LASK hätte 19.

Nach dem 16. Spieltag ist es somit nur schwer zu sagen, ob LASK oder ein anderer Verein die besten Titelchancen haben, da die Karten bald schon wieder neu gemischt werden. Rein von den Punkten her dürften jedoch folgende Teams recht sicher in die Meisterschaftsrunde kommen: 
- LASK – mit nur zwei Punkten Rückstand auf RB Salzburg, dafür 19 Punkten Vorsprung auf Rang 7 ist das Weiterkommen in die Meisterschaftsrunde für den Club gesichert. LASK hat in dieser Saison trotz der deutlich geringeren finanziellen und personellen Möglichkeiten definitiv die besten Chancen, RB Salzburg im Kampf um den Titel zu Ärgern.
- Wolfsberg – sie sind mit 30 Punkten eher abgeschlagen, rechnerisch jedoch fast durch. Der Vorteil von Wolfsberg: die Doppelbelastung durch die Europa League ist in einer Woche vorüber. 
- Rapid Wien – sie haben 28 Punkte, sind somit auch nicht komplett gesichert, dafür sehr wahrscheinlich mit bei der Meisterschaft dabei. Auf europäischer Ebene gibt es keinerlei Belastung, die Konzentration gilt somit der Liga. 
Während Sturm Graz noch sehr wahrscheinlich in der nächsten Runde oben mitspielen darf, geht es bei Hartberg um alles – 5 Punkte Abstand auf die Qualifikationsplätze sind nicht viel, wenn es noch 18 zu holen gibt. 
 
Welche Teams haben in dieser Saison bislang überrascht? 

Eine ganz aktuelle Überraschung gab es vor wenigen Tagen: Admira, mit nur 11 Punkten im Tabellenkeller, war genau die Mannschaft, die Red Bull Salzburg zwei Punkte stahl. Damit zeigt sich jedoch, dass auch die Salzburger nicht fernab von gegnerischen Möglichkeiten sind, denn schon zum zweiten Mal in Folge war es ihnen nicht möglich, dreifach zu punkten. Einzig der Sieg von Rapid gegen LASK war es zu verdanken, dass die Salzburger nicht plötzlich die Tabellenspitze von unten beobachten durften. Und was gibt es sonst für Überraschungen? 
- Der Aufsteiger – WSG Wattens hält sich bislang gar nicht so schlecht. Natürlich sind 12 Punkte nach 16 Spielen eher eine maue Ausbeute, doch immerhin bedeuten 12 Zähler, dass noch zwei Vereine schlechter sind. Das ist übrigens der Club, bei dem Austria Wien überlegt, die Punkte per Post zu versenden. Im Ligaspiel unterlagen die Wiener 3-1, im Pokalspiel der zweiten Runde 5-2. Und das Rückspiel in der Liga? Das gewann Wattens bei Austria mit 3-2. Ein Angstgegner ward geboren. 
- Die Üblichen – wie bereits erwähnt, gibt die Vorrunde der Bundesliga gar keine allzu großen Überraschungen her. Die Positionen der Abschlusstabelle bestätigen sich größtenteils, wobei es in diesem Jahr soweit sein könnte, dass Wien gleich zwei Teams der Meisterschaftsrunde stellt. 
Sportwettenfreunde könnten sicherlich bislang schon an WSG Wattens Freude gehabt haben, wenn sie auf die überraschenden Siege gegen Austria Wien tippten. Ansonsten gilt aktuell noch, abzuwarten und zuzuschlagen, wenn sich die beiden Endrunden gebildet haben. Vor dem Tippen sollten jedoch immer die einzelnen Anbieter gecheckt werden. Auf sportwettenfuchs.com lässt sich eine gute Auswahl mit den wichtigsten Leistungsmerkmalen finden.
 
Wie sieht es im Abstiegskampf aus? 

Aktuell? Vom reinen Punktestand und den noch zu holenden Punkten aus gesehen, können zwei Drittel der Liga absteigen. Das kommt natürlich nicht so, denn mit der Teilung im März werden die Karten mitunter völlig neu gemischt. Es mag für den auf Rang 12 stehenden Club mit deutlichem Rückstand nicht gut aussehen, dennoch bedeutet die Teilung, dass sich immer der Abstand zum Vordermann verringert. Momentan herrschen im Tabellenkelle 11 und 12 Punkte vor, doch könnte aus einem Sechspunkterückstand im März ganz schnell ein lächerlicher Rückstand von einem siegreichen Spiel, also drei Punkten werden. 
»Gute Karten« auf den Abstieg haben nun Admira, Mattersburg und Wattens. Doch durch die Punkteteilung und die neuen Chancen in der Relegationsrunde könnten wiederum diese Teams drinbleiben, während der aktuelle Tabellensiebte, Austria Wien absteigt. 
Freunde von Sportwetten können somit momentan eher auf das jeweils nächste Spiel tippen, anstatt sich zu weit in die Zukunft zu wagen. 

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LASK gegen Red Bull Salzburg, Fußball von Adidas mit rot oranger Zeichnung.


Es bleibt abzuwarten, wer in die Playoffs einzieht.
 
Fazit – wahrscheinlich wird Salzburg Meister

Vom jetzigen Punktestand und den Erfahrungen der letzten Jahre aus, müsste Red Bull Salzburg Meister werden. Wobei Fußballfreunde an dieser Stelle aufhorchen werden, denn wie oft läuft im Fußball alles anders, als eigentlich offensichtlich war? Wie oft siegen Teams nach nur einem Torschuss, nur weil der Gegner den Ball schlichtweg nicht in den Kasten brachte, wenngleich er minütlich aufs Tor schoss? Wie oft wähnte sich schon ein Team mit anderthalb Füßen in Liga 2 und bliebt drinnen, weil die »bessere« Konkurrenz augenscheinlich alles tat, um noch schlechter zu sein? Das ist Fußball, denn die einzige Konstante liegt darin, dass der Ball rund ist. Was, mathematisch gesehen, auch wieder nicht korrekt ist.