Hamilton giftet wieder gegen Rosberg

Formel 1

Hamilton giftet wieder gegen Rosberg

Vettel düpierte ihn in Melbourne. Danach gab es neuerlich Giftpfeile.

Die entscheidende Szene beim WM-Auftakt gab es nach 23 Runden: Sebastian Vettel kommt an die Box, fünf Runden später als Lewis Hamilton, aber fährt vor dem Briten wieder zurück auf den Albert Park in Melbourne. Ungewöhnliche Szenen dann in der Mercedes-Box.

+++ Formel-1-Saisonauftakt: Ferrari-Star Vettel triumphiert in Melbourne +++

Man sieht Teamchef Toto Wolff, wie er wutentbrannt seine rechte Faust auf den Tisch knallt. Der Österreicher später im Interview: "Wir siegen lieber. Ich bin während eines Rennens sehr emotional, das zeigt sich dann durch so etwas." Heiße Diskussionen gab es bei den Silberpfeilen auch nach dem Rennen.

Mit falscher Strategie gab man den Erfolg aus der Hand gegeben: Hamilton wurde zu früh zum Reifenwechsel reingeholt. Dadurch kam er in den Verkehr und steckte lange hinter Max Verstappen (Red Bull) fest: "Ich konnte nicht überholen, habe meine Reifen wohl ein wenig überhitzt", sagte er danach. So ging der Zweikampf Dreifach- gegen Vierfach-Weltmeister an Letzteren.

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"Es kämpfen die besten Fahrer"

Hamilton zeigte sich als fairer Verlierer, umarmte und gratulierte Vettel: "Dieses Jahr kämpfen die besten Fahrer um die Krone. Sebastian hat vier Titel, dann ich. Toll wäre, wenn wir noch Fernando Alonso dabei hätten." Eine Aussage, die als Spitze gen Nico Rosberg gewertet werden kann. Dieser hatte sich im Vorjahr gegen seinen Erzrivalen durchgesetzt und danach seinen Rücktritt erklärt.

Hamilton jedenfalls hat "großen Respekt vor Sebastian. Ich denke, der wird in diesem Jahr noch größer". Das Verhältnis der beiden sei ein "völlig normales", so Lauda. "Die kennen sich und frühstücken schon mal zusammen", betont der Mercedes-Boss.