Monaco-GP im Zeichen Laudas

Die Formel-1 trägt Trauer

Monaco-GP im Zeichen Laudas

Vor dem heutigen Trainingsauftakt in Monaco gab es nur ein Thema: Niki Lauda.

Monte Carlo. Das Fürstentum gestern Mittag. Der Himmel über der Côte d’Azur ist bewölkt, die Stimmung im Fahrerlager gedrückt. In den Gesprächen dreht sich alles um Lauda. Die Gewissheit, dass die ­Legende († 70) nie wieder bei einem Formel-1-Rennen sein wird, liegt wie ein Schatten über dem Glamour-Grand-Prix. Weltmeister Lewis Hamilton (34) wirkt besonders mitgenommen. 

Wolff tröstete Hamilton in der Nacht am Telefon

Montagnacht, als Lewis vom Tod seines Mentors erfahren hatte, telefonierte er eine Stunde lang mit Mercedes-Boss Toto Wolff. Nach 24 Stunden Schock ein emotionales Hamilton-Posting auf Facebook: „Mein Buddy, mir fällt es schwer zu glauben, dass du gegangen bist“, so der fünffache Weltmeister. „Ich werde unsere Konversationen vermissen, unser gemeinsames Lachen, unsere Umarmungen nach gemeinsam gewonnenen Rennen. Es war mir eine Ehre, sieben Jahre lang mit dir gearbeitet zu haben. Ohne dich wäre ich nicht in diesem Team.“

Hamilton erschien zwar an der Strecke, bei der offiziellen Fahrer-Pressekonferenz blieb sein Platz auf dem Podium leer. „Wir haben darum gebeten, Lewis nach dem Tod von Niki Lauda zu entschuldigen“, ließ Mercedes ausrichten. Als Ersatz kam der WM-Zweite Valtteri Bottas. Als der Finne zu Lauda gefragt wurde, meinte er: „Niki fehlt auch mir. Er war immer eine Riesenmotivation für mich und Lewis.“ Hamilton will erst Samstag nach dem Qualifying über Lauda sprechen. Auch Toto Wolff fühlte sich noch nicht imstande, vor die Reporter zu treten.

© APA

"Danke Niki"-Aufdruck an Mercedes-Boliden

Die Mercedes-Crew trägt Trauerflor. Die Silberpfeil-Boliden werden ­umlackiert. Mit „Danke Niki“ vorne und rotem Stern an der Seite. Auch Ferrari und McLaren wollen ihre Autos optisch verändern.
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