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Probleme

Biathleten kämpfen mit starker Müdigkeit

Simon Eder absolvierte ein schnelles Training, Landertinger fühlt sich müde.

Die Biathleten bekamen am Mittwoch einen Vorgeschmack darauf, wie schwierig die Olympia-Strecke in Whistler bei langsamer Spur sein kann. Simon Eder absolvierte bereits sein schnelles Training vor dem Sprintbewerb am Sonntag, während Dominik Landertinger, Christoph Sumann und Daniel Mesotitsch mit Müdigkeit als Folge der Zeitumstellung zu kämpfen hatten und bei geringem Tempo das Augenmerk auf das Schießen legten. Alle vier gelten als Anwärter auf Edelmetall. Es wäre die zweite Medaille für die ÖSV-Sparte bei Winterspielen nach Sprint-Bronze von Wolfgang Perner 2002.

Rückfall
Die Athleten der Gruppe von Trainer Reinhard Gösweiner hatten die Anpassung bereits gut absolviert, doch am Mittwoch kam ein Rückfall. "Es kann vorkommen, dass man am dritten oder vierten Tag die Müdigkeit in Körper und Kopf spürt, dazu kamen noch die schwierigen Bedingungen bei weichem Schnee." Wichtig sei, dass man trotz der Müdigkeit konzentrierte Schussleistungen bringe, sagte der Coach. "Das haben die Burschen gut hingebracht."

Sorgen bereitet die körperliche Schwäche nicht. "Wir waren darauf vorbereitet, dass sie in ein Loch fallen können, da darf man sich nicht nervös machen lassen", erklärte der Oberösterreicher.

Extreme Müdigkeit
Massenstart-Weltmeister Landertinger, einer der stärksten Läufer im Feld, fühlte sich extrem müde. "Das ist nicht normal", sagte der Tiroler, der langsame Runden drehte und dabei stark schoss. Auch Sumann klagte über Müdigkeit. Für Donnerstag war dennoch das abschließende schnelle Training angesetzt, unerlässlich in der Wettkampfvorbereitung. "Das ziehen wir auf jeden Fall durch", betonte Gösweiner.

Simon Eder hat seinen gewohnten Rhythmus beibehalten und bereits am Mittwoch die schnelle Einheit durchgezogen. "Gut, dass er dieses Programm heute absolviert hat, denn am Sonntag beim Rennen kann es auch so schwierig sein", sagte Trainer-Vater Alfred Eder. Simon Eder lief mit Pausen insgesamt zehn Kilometer, sammelte wichtige Aufschlüsse für das richtige Anlaufen des Schießplatzes bei diesen neuen Verhältnissen und schoss fast perfekt.