Christoph Sumann

Biathlon-Drama

Bin gelaufen wie angeschossene Milchkuh

Silber gewonnen, nicht Gold verloren! Christoph Sumann schildert, wie er das dramatische Ende des Staffel-Bewerbs erlebte.

Die Staffel war wahrlich nichts für schwache Nerven. Und das haben wir in erster Linie Österreichs Schlussläufer Christoph Sumann zu verdanken. „So eine Hochschaubahn der Gefühle hab ich überhaupt noch nie erlebt“, schüttelte der Steirer den Kopf. Er war als Führender zum ersten Schießen gekommen, gleichauf mit Ole Einar Björndalen. „Ich schieß und schieß und schieß und schieß – und es war immer noch alles schwarz. Da hab ich mir gedacht: Scheiße!“ schilderte Sumann.

Doch er ließ nicht locker: „Ich bin gelaufen wie eine angeschossene Milchkuh. Und am Ende hab ich den Furz von Ustjugow zum Glück auch noch im Griff gehabt.“

Im Schlusssprint sicherte Sumann Österreich mit Silber die erste Biathlon-Staffel-Medaille. „Zum Glück ist sich das noch ausgegangen. Sonst hätten mich meine Kollegen wahrscheinlich dagelassen“, fiel Sumann sichtlich ein Stein vom Herzen. Und die Kollegen waren ihm keineswegs böse, dass er eine mögliche Goldmedaille verspielt hat. Im Gegenteil! „Stehend vom Sumi und seine Laufleistung waren ein Wahnsinn“, lobte Simon Eder. Er freute sich genau wie Dominik Landertinger und Daniel Mesotitsch über seine erste Olympia-Medaille. „Ein perfekter Abschluss“, strahlte Landertinger. Die Freude war riesengroß. Doch ein bisschen „zum in den Arsch beißen“ war es doch, fand ein Betreuer...