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Nach Strandurlaub

Ein Abfahrtsplatz noch zu vergeben

Im Gegensatz zur Spezialabfahrt steht das Damen-Team für die Kombi schon fest.

Sieben der neun für Olympia nominierten österreichische Ski-Damen sind in den vergangenen Tagen in Whistler eingetroffen und bestreiten auch das Abfahrtstraining. Das Team für den ersten Bewerb am Sonntag steht bereits fest, Kathrin Zettel, Elisabeth Görgl, Michaela Kirchgasser und Anna Fenninger werden in der Super-Kombination an den Start gehen; für die Spezialabfahrt sind Andrea Fischbacher, Görgl und Fenninger fix, der vierte Platz ist noch frei.

Keine echte Quali
Damen-Cheftrainer Herbert Mandl will von keiner Abfahrts-Qualifikation sprechen, auch weil man dies schon wegen des unvorhersehbaren Wetters nicht machen könne. "Wir fahren jetzt einmal die Trainings und dann werden wir sehen, wir werden auf jedem Fall mit Vier antreten." Mit im Training dabei sind auch Nicole Schmidhofer und Regina Mader, das Rennen ist für kommenden Mittwoch angesetzt.

Strandurlaub
Die sieben ÖSV-Läuferinnen haben vor der Anreise nach British Columbia ein paar Tage in Fort Lauderdale an der US-Ostküste Skipause gemacht und dabei auch den Everglades einen Besuch abgestattet. Begleitet waren die zwei Gruppen von je einem Konditionstrainer und Physiotherapeuten. "Es war eine aktive Erholung und Anpassung und der Temperaturunterschied zu Whistler war nicht so groß, weil es in Florida nicht so warm war und hier auch nicht kalt ist", sagte ÖSV-Techniktrainer Günter Obkircher.

"Unsere Mädels haben in Florida nicht nur gefaulenzt, sondern auch locker Läufe absolviert und im spielerischen Bereich ein bisserl was gemacht. Das Ziel war, den Kopf frei zu bekommen, jetzt sind sie frisch und voll motiviert", berichtete der Coach.

"Wir wollten weg vom Skifahren. Die Saison war auf der Abfahrt bisher ja eher durchschnittlich", erklärte Abfahrtscoach Jürgen Kriechbaum. "Vielleicht", so Fenninger in Erinnerung an die 25 Grad in Florida, "war das der Schlüssel für eine gute Leistung bei Olympia." Sie hoffe angesichts des schlechten Wetters in Kanada nur, "dass ich in Fort Lauderdale nicht die letzte Sonne bis zu meiner Heimreise gesehen habe."

Ruhepause
Optimal war der Strand-Aufenthalt auch für Zettel. Die Niederösterreicherin muss Obacht auf ihr lädiertes Knie geben und immer wieder Ruhephasen einlegen, fühlt sich nach den Tagen am Strand aber ausgezeichnet.

Am 15. Februar wird Eva-Maria Brem, die wohl im Riesentorlauf in Whistler antreten wird, in Kanada erwartet. Am 17. folgt Marlies Schild, die gegen Ende der Spiele im Slalom an den Start gehen und gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Benjamin Raich außerhalb des olympischen Dorfs wohnen wird. Zuvor stehen in Deutschland noch Einsätze im Europacup an, am Donnerstag ein Riesentorlauf am Götschen (Bischofswiesen), am Freitag ein Slalom in Lenggries.