Hausdurchsuchung bei Sachenbacher-Stehle

Ergebnisse wurden annuliert

Hausdurchsuchung bei Sachenbacher-Stehle

Die deutsche Biathletin hat Sotschi bereits verlassen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat der positiv getesteten Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ihren vierten Platz im Massenstart gestrichen. Außerdem wurde der deutschen Mixedstaffel der ebenfalls vierte Rang aberkannt, den sie mit Sachenbacher-Stehle zwei Tage danach errungen hatte.

Die IOC-Disziplinarkommission, vor der Sachenbacher-Stehle am Freitag nach dem ebenfalls positiven Befund der B-Probe auf das Stimulanzmittel Methylhexanamin ausgesagt hatte, forderte den Biathlon-Weltverband (IBU) auf, die Ergebnislisten dementsprechend zu berichtigen. Die am 17. Februar nach dem Massenstart getesteten 33-Jährige sei von den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden, hieß es in einer Mitteilung weiter.

Die Kommission wies die IBU außerdem an, die weiteren erforderlichen Schritte zu setzen. Dem Biathlonverband obliegt es nämlich, gegen Sachenbacher-Stehle ein eigenes Disziplinarverfahren einzuleiten. Der hoch dekorierten Ex-Langläuferin droht eine Sperre von bis zu zwei Jahren.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte sie schon am Freitag nach dem Bekanntwerden des positiven Testergebnisses aus dem Team ausgeschlossen. Am Samstagvormittag gab der DOSB bekannt, dass es in der Wohnung der mittlerweile abgereisten Athletin in Bayern und im Trainingsstützpunkt Ruhpolding schon am Vortag auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft München ergebnislose Durchsuchungen des Landeskriminalamtes Bayern gegeben habe.

Sachenbacher-Stehle beteuert, niemals wissentlich Dopingsubstanzen eingenommen zu haben. Sie schreibt das Testergebnis einem verunreinigten Nahrungsergänzungsmittel zu. Schon 2006 hatte sie mit einem erhöhten Blutwert für Aufregung gesorgt, der der damaligen Langläuferin eine fünftägige Schutzsperre zu Beginn der Winterspiele in Turin einbrachte. Damals hatte sie tränenreich jeglichen Dopingverdacht von sich gewiesen.