Legkov führt Dreifachsieg der Russen an

50 km Langlauf

Legkov führt Dreifachsieg der Russen an

Bernhard Tritscher landete auf dem guten 24. Platz.

Russlands Langläufer haben am Sonntag zum Abschluss der Olympischen Winterspiele in Sotschi einen totalen Triumph gefeiert. Mitfavorit Alexander Legkow führte einen Dreifachsieg im prestigeträchtigen Skating-Marathon über 50 km an. Der Österreicher Bernhard Tritscher lief nach dem Aus für seinen gedopten Zimmerkollegen Johannes Dürr mit einer couragierten Leistung auf Rang 24.

Im Ziel jubelten aber nur die Russen: Legkow holte sich im Zielsprint vor seinen Landsleuten Maxim Wylegschanin und Ilja Tschernussow sein erstes Olympia-Gold. Mit dem Dreifachsieg, dem ersten im Herren-Langlauf seit Norwegen 1992 in Albertville über 30 km klassisch, fixierten die Russen am Schlusstag auch endgültig den Gewinn der Medaillenwertung bei den Heim-Spielen.

Für den norwegischen Weltcup-Gesamtführenden Martin Johnsrud Sundby blieb mit lediglich einer Sekunde Rückstand nur Rang vier. Landsmann Petter Northug kam nicht über den enttäuschenden Rang 18 hinaus. 2010 in Vancouver hatte der Superstar den 50er in der klassischen Technik noch gewonnen. Der Schweizer Dario Cologna, zweifacher Olympiasieger von Sotschi, war nach einem Skibruch zwei Kilometer vor dem Ziel ohne Medaillenchance.

Bis dahin war auch noch Tritscher in aussichtsreicher Position gelegen. Der 25-jährige Salzburger hatte sich lange Zeit in der Spitzengruppe aufgehalten, kam am Ende mit 56,5 Sekunden Rückstand ins Ziel. "Ich bin froh, dass es mir vom Rennen her so gut gegangen ist", sagte Tritscher, im Sprint bereits Olympia-Siebenter. "Der Ski war einfach ein Traum. Ich habe mich gut gefühlt."

In der letzten Runde wenige Kilometer vor dem Ziel habe er allerdings Krämpfe bekommen. "Als die Post abgegangen ist, ist es dann schwierig geworden", erklärte Tritscher, der am Vorabend zu einem nicht unüblichen Dopingtest antreten musste, in der Nacht aber von den Vorfällen um Dürr geweckt wurde. Der Mitfavorit aus Niederösterreich war kurz vor dem Rennen wegen EPO-Dopings von den Spielen und dann auch aus dem ÖSV ausgeschlossen worden.

Im Jänner hatte Dürr noch mit Rang drei bei der Tour de Ski für Aufsehen gesorgt. Legkow hatte das prestigeträchtige Etappenrennen im Vorjahr gewonnen. Olympia-Gold im 50er ist aber der größte Triumph des 30-Jährigen, der bereits zweimal Weltcup-Gesamtzweiter war. "Legkow hat bewiesen, dass er der König der Langläufer ist - zumindest für vier Jahre", sagte Russlands Langlauf-Chefin Jelena Välbe.