Nur "Blech" für Ina Meschik

Snowboard

Nur "Blech" für Ina Meschik

Österreicherin verliert im kleinen Parallel-RTL-Finale klar gegen Russin.

In Rosa Chutor ist am Mittwoch die Blechlawine über Österreichs Olympia-Teilnehmer gerollt. Parallel-Snowboarderin Ina Meschik verpasste im Extrem-Park Riesentorlauf-Bronze, wenige hundert Meter Luftlinie entfernt musste sich Alpinskiläufer Marcel Hirscher in ebendieser Disziplin damit begnügen. Snowboard-Gold ging an Saison-Dominatorin Patrizia Kummer (SUI).

Letzte Mohikanerin
Die 23-jährige Meschik hatte es als Einzige des achtköpfigen ÖOC-Aufgebots bei Damen und Herren in das Halbfinale geschafft. Nach Erfolgen über die Niederländerin Nicolien Sauerbreij und die Kanadierin Marianne Leeson setzte es eine Niederlage gegen die spätere Zweite Tomoka Takeuchi aus Japan. Im Kleinen Finale unterlag die Kärntnerin der Russin Alena Sawarsina.

Die nach dem Regen der vergangenen Tage und kalter Nacht eisglatten Verhältnisse hatten in der Qualifikation viele überrascht, so auch Österreichs Gesamtweltcupsieger Lukas Mathies, für den der Debüt-Auftritt im Zeichen der Fünf Ringe rasch beendet war.

"Sicher ist man ein bisschen enttäuscht, aber ich nehme den vierten Platz gerne mit. Vor vier Jahren war ich Sechste, das schaut einmal gut aus", sagte Meschik. "Bei der Besichtigung habe ich mir gedacht, das wird eine Katastrophe. Aber wie sich das im Laufe des Tages entwickelt hat, bin ich froh, dass ich nicht den Kopf in den Sand gesteckt und aufgegeben habe, sondern dass ich weitergekämpft habe. Das war gute Werbung für unseren Sport."

Nervosität
Sie sei vor den Bronze-Läufen nervös gewesen, das Herz habe ein bisschen schneller geschlagen als sonst. Nach dem ersten Lauf lag sie mit 1/100 Sekunden in Führung, für den zweiten musste sie auf den blauen Kurs, mit dem sie sich immer schwerer getan hat. "Aber ich bin ja nicht die einzige Vierte, da gibt es leider noch einen Kandidaten (Hirscher/Anm.)."

"Bin kein Volldodel"
Sie sei im Weltcup in diesem Winter schon zweimal Vierte gewesen und habe es auch überlebt. "Ich bin nicht der Volldodel, was wir ja auch schon gehört haben (Aussage von Otmar Striedinger nach seinem Super-G/Anm.). Ich gehe mit einem Grinsen aus dem Ziel raus. Ich hoffe, ich kann es im Slalom zeigen und dann gehe ich vielleicht mit Tränen in den Augen raus."

Im Achtelfinale Endstation war für Claudia Riegler (11.): "Alle meine Läufe waren echt gut, das Beste, das ich heuer im 'Riesinger' in einem Rennen runtergebracht habe", sagte die 40-jährige Riegler.

Bereits in der Qualifikation geschweitert waren Julia Dujmovits und Marion Kreiner.