Silberner Matt in der Heimat empfangen

Große Feier

Silberner Matt in der Heimat empfangen

Der Skicrosser wird am Samstag in seiner Heimat Flirsch groß gefeiert.

Andreas Matt, Silbermedaillengewinner im Ski Cross bei den Olympischen Spielen in Kanada, ist Freitagmittag mit vier Stunden Verspätung wieder nach Tirol heimgekehrt. Für den Bruder des ehemaligen Slalom-Weltmeisters Mario gab es einen kleinen und herzlichen Empfang am Innsbrucker Flughafen. Groß gefeiert werden soll die erste Olympiamedaille in der Familie Matt nach insgesamt drei WM-Goldenen am Samstag (ab 20.00 Uhr) beim offiziellen Empfang in Flirsch am Arlberg.

Andreas Matt wurde von seinen Eltern Hubert und Hanni sowie von Ehefrau Bernadette und den beiden Söhnen Thomas und Samuel am Flugfeld in Innsbruck abgeholt. "Einfach fantastisch, es ist unglaublich, was ich mit meiner Olympiamedaille ausgelöst habe", sagte der ruhige und zurückhaltende Ski-Crosser. "Den Hype, der um mich entstanden ist, konnte ich mir nicht vorstellen, aber auch, was ich für unseren Sport geleistet habe."

Vier Weltcuprennen
Dabei wird das Feiern und das Familienglück für Andreas Matt nur von kurzer Dauer sein. "Es stehen noch vier Weltcuprennen auf dem Programm, da will ich auch noch zuschlagen", sagte der Arlberger, der sich schon im Vorjahr in Japan WM-Gold gesichert hatte. "Zuvor lasse ich mich aber vom Empfang daheim überraschen."

Mit im Flieger war auch die "Grand-Dame des Skisportes", Katharina Gutensohn, die von ihrem Sohn Lino begrüßt wurde, der nicht mehr von seiner Mama lassen konnte. Und Karin Huttary, die Innsbruckerin, die Ski-Cross-Edelmetall vergeben und nur "Blech" geholt hatte, stand abseits des Trubels. Auch drei Tage nach ihrem Startmissgeschick war ihr die Enttäuschung anzumerken. "Es tut immer noch fürchterlich weh und nagt an mir", gestand Huttary, die aber die Saison noch "ordentlich beenden" will. Erst danach will sie über eine Fortsetzung ihrer Karriere entscheiden.