Stadlober in den Fußstapfen der Eltern

Langlauf

Stadlober in den Fußstapfen der Eltern

Schon die Eltern von Teresa Stadlober traten bei Olympia an.

16 Jahren nach den letzten Olympia-Auftritten ihres Vaters und 26 nach jenen ihrer Mutter gibt Langläuferin Teresa Stadlober in Sotschi ihr Debüt im Zeichen der Fünf Ringe. Die 21-Jährige gilt nach tollen Nachwuchserfolgen wie Junioren-WM-Gold und Silber sowie Bronze in der Vorwoche bei der U23-WM als große Zukunftshoffnung.

Kein Erfolgsdruck
Bei ihrer Olympiapremiere hat sie als eine der Jüngsten im gesamten Feld aber noch keine Erfolgsdruck, dementsprechend unbekümmert geht sie ans Werk. "Die Medaille vor Sotschi hat genau gepasst, das gibt viel Selbstvertrauen", meinte die Salzburgerin am Mittwoch nach dem ersten Training auf den Olympia-Loipen hoch über Krasnaja Poljana. Die Strecken gefallen ihr, "da ist von allem etwas dabei".

Sie werde sich von ihrem Vater Alois, seines Zeichens zweifacher Langlauf-WM-Medaillengewinner und bei Olympia vor Ort wieder ORF-Experte, aber noch ein paar Tipps einholen. Grundsätzlich habe er ihr geraten, "alles in Ruhe anzugehen und mich nicht allzu sehr hineinsteigern zu lassen, weil alles doch eine Nummer größer ist als sonst".

Olympiaflair
Von der Größe der Veranstaltung und dem Drumherum ist sie aber ohnehin nicht eingeschüchtert. "Das Olympiaflair ist schon zu spüren, obwohl wir hier mit den Biathleten unter uns sind, aber hier habe ich keinen Druck", sagte Stadlober. Einen Top-20-Platz nimmt sie sich dennoch vor. "Ich bin ja nicht zur Gaudi da, man muss sich Ziele setzen."

Schaffen, was die Eltern nie schafften
Mittelfristig sei ihr Traum natürlich eine Olympiamedaille, die ihr Vater und ihre Mutter Roswitha im alpinen Skisport nie geschafft haben. "Davon träumt jeder Sportler. Der Papa war fünfmal dabei und hat keine gewonnen, die Mama zweimal und sie hat auch keine gewonnen", betonte Stadlober.

Dafür gibt sie sich aber noch ein paar Jahre Zeit. "Ich muss schauen, wie ich mich in ein, zwei Jahren weiterentwickle", sagte die Junioren-Weltmeisterin von 2013. Ihr erstes Weltcupjahr mit einigen Top-30-Ergebnissen und der Medaille in der Vorwoche ist bisher jedenfalls vielversprechend verlaufen.