stampfer vierer

Vierer-Bob

Stampfer mit Training zufrieden

Österreicher am Mittwoch auf Rang 4. Auf Training am Do. wird verzichtet.

Wolfgang Stampfer und seine Crew haben am Mittwoch einen "Renntest" für den olympischen Viererbob-Bewerb (Freitag/Samstag) in Whistler positiv absolviert. Der Tiroler Pilot und seine Hinterleute Johannes Wipplinger, Jürgen Mayer und Christian Hackl montierten für den insgesamt vierten Trainingslauf die Rennkufen und kamen in dem schwierigen Eiskanal in 52,09 Sekunden auf die viertbeste Zeit. Schneller waren der US-Amerikaner Steven Holcomb (51,73), der Russe Alexander Subkow (51,84) und der deutsche Zweier-Olympiasieger Andre Lange (52,08).

Wipplinger, der kurzfristig nachnominiert worden war, saß erstmals im Schlitten. Montagabend (MEZ) hatte er den Anruf erhalten, Dienstagfrüh stieg er in das Flugzeug und Mittwochvormittag (Ortszeit) raste er 14 Stunden nach seiner Ankunft im Austria-Bob hinter Stampfer sitzend bereits den Eiskanal hinunter. "Das ist meine gewohnte Position, so fahren wir seit drei Jahren", erklärte der Oberösterreicher, der unmittelbar vor den Spielen in einer internen Ausscheidung der Anschieber seinen Platz verloren hatte. "Aus Frust habe ich mich mit Leichtathletik abgelenkt, ich habe nicht mehr mit einem Einsatz gerechnet, aber ich bin fit", erklärte Wipplinger.

Im Abschlusstraining am Donnerstag wollten die Österreicher pausieren. "Die Läufe sind gut gelungen, wir werden wahrscheinlich nicht mehr fahren, sondern die Kufen schleifen und noch eine Video-Analyse machen", sagte Stampfer. Im vierten Lauf gelang ihm erstmals auch im oberen Teil (Kurven vier bis sechs), der ihm nicht so liegt, eine gute Fahrt. Im unteren Teil erreichte der Tiroler im ersten Lauf des Tages mit 151,8 km/h neuerlich die Höchstgeschwindigkeit, im zweiten Durchgang war er nach einem kleinen Fehler Zweiter.

Im Mittwoch-Training gab es "nur" einen Sturz. Der Bob des Letten Janis Minins, der den Zweier-Bewerb wegen einer Blinddarmoperation in Kanada verpasst hatte und der bereits im Sondertraining gestürzt war, kippte im untersten Teil um. Die Besatzung blieb bis auf Prellungen unverletzt. Der Niederländer Edwin van Calker, der mit dem Zweier gestürzt war, hat wegen mangelnden Vertrauens auf ein Antreten im Rennen ebenso wie der Australier Jeremy Rolleston verzichtet.