Weit zurück: Hirscher hadert vor Kombi

Letztes Training

Weit zurück: Hirscher hadert vor Kombi

Unser Ski-Superstar fährt auch im letzten Abfahrtstraining nur hinterher.

Den Jetlag hat Marcel Hirscher mittlerweile weggesteckt: "Gut, dass wir schon so früh angereist sind und ich den Schnee kennenlernen konnte." Unser Hoffnungsträger hat bei den Olympischen Spiele die Chance, seine bislang überragende Saison mit zehn Weltcup-Erfolgen zu krönen.

In Riesentorlauf (18. Februar) und Slalom (22.2.) ist er der Top-Favorit. Oder schlägt er schon in der Kombination am Dienstag zu? Der WM-Silber-Medaillengewinner von St. Moritz war nach dem dritten und letzten Abfahrtstraining skeptisch.

Obwohl er sich auf der Piste überaus entschlossen präsentierte, viele Tore aggressiv wegrammte, reichte es letztlich nur zu Platz 49. Auf Abfahrts-Spezialist und Trainings-Sieger Vincent Kriechmayr verlor er fast vier Sekunden. Fast eine Sekunde Rückstand hatte er auf seinen voraussichtlichen Hauptkonkurrenten Alexis Pinturault (38.).

"Favoriten sind andere"

"Das Herantasten geht in viel zu kleinen Schritten. Favoriten in der Kombi sind andere, sie kommen hier besser zurecht", sagte der Salzburger seufzend, sprach auch Marco Schwarz an. Sein Landsmann aus Kärnten war als 43. wieder schneller als Hirscher. "Marco hat sich in den Favoritenkreis für die Kombi geschoben." Der winkte jedoch ab. "Da sind genug andere", so Schwarz.

Hirscher scheint sich mit den langgezogenen Gleitkurven noch nicht angefreundet zu haben. Wegen seines Knöchelbruchs im Sommer fehlen ihm die Speed-Tage, hinzu kommt der trockene Schnee.

Vor einigen Tagen hatte Marcel geklagt: "Die harten Kristalle sind sehr schädlich für die Skier. Für jede Fahrt müssen wir einen anderen Ski nehmen - nicht aufgrund der harten Piste, sondern aufgrund der Kälte." Jetzt geht es darum, sich in den nächsten Tagen den Feinschliff zu holen. Dass Hirscher das kann, hat er oft genug bewiesen.