Brutal: Eis-Traverse wirft Ski-Stars ab

Streif-Spektakel

Brutal: Eis-Traverse wirft Ski-Stars ab

Blankes Eis auf der Streif: Die Brutalo-Passage wirft die Stars böse ab.

Im Vorjahr raste er noch als Dritter auf das Kitzbühel-Podest, ließ sich abends bei der stimmungsvollen Siegerehrung von den Fans feiern. Heuer ist indes Wundenlecken angesagt: Johan Clarey wurde beim Abfahrts-Klassiker böse abgeworfen. Die Streif zeigte ihre Zähne!

Der Franzose wählte eine ähnliche Linie wie Beat Feuz über die Hausbergkante hinab zur Traverse. Mit hoher Geschwindigkeit raste er die berüchtigte Schrägfahrt entlang. Mit zu hoher Geschwindigkeit!

Er verlor beim letzten Sprung in den Zielschuss die Balance und flog mit zig Sachen in das rote Auffangnetz. Luft anhalten. Das sah böse aus. Nach wenigen Sekunden kam die Entwarnung: Clarey hebt den Arm - er scheint nicht schwerer verletzt! Nachdem er von den Helfern befreit wurde, kann er selbst ins Ziel fahren.

Aber wie kam es zum Abwurf? Schon während der Kamerafahrt meinte ORF-Experte und Ex-Kitz-Sieger Hans Knauß in der Traverse: "Hier ist blankes Eis. Ich bin jetzt nur mehr Passagier." Trotz der Wetter-Kapriolen der vergangenen Tage präsentierte sich die Piste in traumhaftem Zustand, war nicht nur hart, sondern teils extrem glatt.

"Das ist blankes Eis"

Besonders in der Schlüssel-Passage vor dem Ziel, der Traverse, wo auch der Super-G-Dritte Matthias Mayer gravierende Probleme hatte, nur mit viel Mühe einen heftigen Sturz vermeiden konnte. Christof Innerhofer indes stürzte so wie Clarey nach ihm. Er konnte den Aufprall im Netz gerade noch verhindern.

"Beim Sprung in den Zielschuss ist ein Riesen-Schlag drinnen. Da hat man Mühe, auf dem Außenski zu bleiben. Wenn du dort einen blöden Schlag kriegst wie Johan und ich, hast du keine Chance", so der italienische Mitfavorit im ORF-Interview.