Venier lässt ÖSV mit Podestplatz jubeln

Abfahrt in Crans-Montana

Venier lässt ÖSV mit Podestplatz jubeln

Bei der ersten Abfahrt in Crans-Montana holte sich Lara Gut den Heimsieg - Venier am Podest!

Die erste Damen-Weltcupfahrt in Crans-Montana hat einen Heim-Doppelsieg für die Schweiz gebracht. Hinter Lara Gut-Behrami und Corinne Suter lieferte Stephanie Venier am Freitag als Dritte wieder einmal ein Positiv-Erlebnis für die ÖSV-Abfahrtsdamen. Nina Ortlieb wurde im Ersatzrennen für Sotschi zudem Sechste. Für Gut-Behrami war der 25. Weltcup-Sieg der erste seit über zwei Jahren.
 
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Reisinger stürzt schwer

Das Rennen in Crans war wie immer geprägt von einer wegen starker Sonneneinstrahlung aufweichenden Piste. Zudem war die Abfahrt nach einem Sturz der Österreicherin Elisabeth Reisinger lange unterbrochen.
 
Die Europacup-Gesamtsiegerin aus Oberösterreich, zuletzt in Garmisch und Bansko jeweils beste ÖSV-Abfahrerin, musste mit dem Hubschrauber von der Unfallstelle geflogen werden. Am Samstag folgt in Crans die Original-Abfahrt, am Sonntag eine Kombi.
 

Stimmen zum Rennen:

Stephanie Venier: Ich habe den einen oder anderen Fehler gehabt, aber ich glaube, das hat mich nur schneller gemacht. Den Zielhang habe ich extrem gut erwischt, oben verloren. Das ärgert mich schon, weil ich das im Training auch nicht hinbekommen habe.

Lara Gut: Ich habe mich während der Fahrt gut gefühlt. Im Skisport ist es so, dass man oft lange rätselt, warum man zwei Sekunden hinten ist. Und dann fühlt man sich plötzlich wieder gut und ist richtig schnell. Das ist mir in meiner Karriere schon öfter so gegangen. Es sind in den letzten Wochen viele Sachen positiv zusammengekommen. Ich hatte wieder ein besseres Gefühl, war viel weniger am Denken. Ich muss auch meinem Servicemann und dem ganzen Team ein großes Danke aussprechen. Wenn es nicht geht, dann sucht man oft und rätselt. Wenn es dann wieder läuft sagt man: Es war ja nicht so schwierig. Und man vergisst zum Glück schnell wieder die schwierigen Zeiten. Das geht vielen Athletinnen so. Man lernt viel aus schwierigen Zeiten.

Corinne Suter: Ich habe schon gewusst, dass es bei mir nicht die perfekte Fahrt war. Lara hat sicher von oben bis unten alles perfekt getroffen und durchgezogen. Ich habe unten ein wenig Zeit verloren, war tief im letzten Hang. Es ist gut, dass morgen schon wieder die nächste Abfahrt ist - da kann man sich gleich wieder verbessern.

Nina Ortlieb: Leider bin ich gleich im oberen Teil von der Spur abgekommen. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht nervös war. Nach so einer Leistung gestern weiß man, dass man große Chancen hat. Aber das konnte ich nicht umsetzen. Ein sechster Platz ist schon ein tolles Ergebnis, aber wenn man weiß, dass man mehr draufhat, dann will man das Ergebnis auch ins Ziel bringen.

Nicole Schmidhofer: Ich bin heute total auf Linie gefahren, schön gefahren. So kannst du nicht vorne dabei sein. Jeder kleine Fehler da runter summiert sich. Bei dem einen Übergang war ich am Inninger, da kann man das Tempo nicht mit nehmen. Ich war vom Kopf her einfach zu sehr auf Linie - und habe den Ski zu wenig ausgelassen.