Der Schweizer Kryenbühl stürzte beim Zielspung unglücklich

So geht es Schweizer

Kitz-Sturzopfer Kryenbühl: 'Hatte Schutzengel'

Der bei der 1. Kitz-Abfahrt schwer gestürzte Schweizer Urs Kryenbühl ist wieder daheim.

Der Schweizer Urs Kryenbühl war am Freitag nach dem Zielsprung mit 147 km/h mit dem Kopf voraus auf die Eispiste gekracht. Neben einem Schädel-Hirn.Trauma riss er sich Kreuzund-Innenband im rechten Knie und erlitt zudem einen Schlüsselbeinbruch. "So, ich bin dann mal in der Sommerpause", postete Kryenbühl am Sonntag auf seinen sozialen Medien.

Saison-Aus für Kryenbühl

"So hart es klingt, ist für mich diese Saison gelaufen. Dass ich bei diesem Sturz aber doch einen großen Schutzengel an meiner Seite hatte, ist unbestritten", meinte der 26-Jährige und fügte "dankbar" hinzu.

Deutlich besser lief es in Kitzbühel für Kryenbühls Landsmann Beat Feuz. Feuz feierte am vergangenen Wochenende endlich den lang ersehnten ersten Sieg auf der Streif - und das gleich doppelt. Damit reihte sich Feuz in einen erlesenen Kreis von Alpin-Größen ein - er ist der Siebente, dem ein Kitz-Double gelang

Sechs Fahrer haben in der Vergangenheit zwei Rennen bei derselben Auflage der Hahnenkammrennen gewonnen. Es sind dies die Österreicher Karl Schranz 1972 und Josef Walcher 1978, der Schweizer Pirmin Zurbriggen 1985, ÖSV-Läufer Peter Wirnsberger 1986, der Schweizer Franz Heinzer 1992 und der Franzose Luc Alphand 1995. Mit seinem 15. Sieg und dem 50. Podestplatz im Weltcup übernahm Feuz auch die Führung in der Disziplin-Wertung, die er in den vergangenen drei Wintern gewonnen hatte.

"Das ist unbeschreiblich. In den letzten vier, fünf Jahren bin ich immer darauf angesprochen worden, wann ich hier gewinne. Es hat nie funktioniert. Ich bin stolz und glücklich, dass ich nun zwei solche Gämsen daheim habe." Am Sonntag sei es ein im Vergleich zu Freitag komplett anderes Rennen gewesen, kein Sonnenschein auf der Piste und diese eisiger. Nach dem Premierensieg sei er vielleicht etwas relaxter gewesen, aber es habe trotzdem wieder die volle Konzentration gebraucht. "Ohne attackieren gewinnt man da runter nicht."