ÖSV-Boss: „Nehmen Coronavirus sehr ernst“

Interview

ÖSV-Boss: „Nehmen Coronavirus sehr ernst“

ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel spricht im Interview über Kristallkugel-Hoffnungen und die Angst vor einer Corona-Infektion.

Auf der Anreise nach Hinterstoder überlegte sich der ÖSV-Präsident eine Motivationsrede, wie er sie schon vor den Hahnenkammrennen in Kitzbühel gehalten hatte.

ÖSTERREICH: Herr Präsident, was wollen Sie mit Ihren berühmten Ansprachen erreichen?

SCHRÖCKSNADEL: Das haben wir doch schon in Kitzbühel gesehen (lacht). Ich lass mir schon was einfallen. Aber eigentlich sind unsere Leute sowieso motiviert bis in die Haarspitzen. Wichtiger als meine Rede ist, dass sie in Hinterstoder üben durften. Jetzt müssen sie nur mehr gewinnen und die Chance im Super-G-Weltcup nützen. Bei Mothl und Vinc ist ja noch alles möglich. Vielleicht geht bei Mayer sogar noch was in der Kombi.

ÖSTERREICH: Der Nationencup scheint futsch zu sein, oder?

SCHRÖCKSNADEL: Das schau ich mir erst wieder nach dem Wochenende an. Aber ich hab schon gesagt: In Saalbach haben wir den Schweizern in den Sattel geholfen. Wenn wir dafür die WM 2025 bekommen, war's es trotzdem wert, dass wir uns die Rennen angetan haben.

ÖSTERREICH: Wie geht der ÖSV eigentlich mit der Angst vor dem Coronavirus um?

SCHRÖCKSNADEL: Wir nehmen das sehr ernst. Sportdirektor Toni Giger hat mit einem Experten Regeln erstellen lassen, die wurden an alle Athleten verschickt. Und wir beobachten die Lage in La Thuile. Wenn uns das Risiko zu groß erscheint, überlegen wir, unsere Damen daheim zu lassen.