Weltcup: Corona verursacht Mega-Chaos

'Frechheit, was da läuft'

Weltcup: Corona verursacht Mega-Chaos

Vor dem Abfahrts-Höhepunkt in Kitzbühel werden Speed-Spezialisten zu Marionetten.

Nach dem gelungenen Technik-Wochenende in Adelboden brach Chaos im Herrenweltcup aus. Gestern am frühen Nachmittag wussten die Abfahrtsspezialisten Matthias Mayer &Co. noch immer nicht, ob sich auf den Weg nach Wengen machen sollten. Geplant waren zwei Abfahrten (Freitag/Samstag). Das erste Training war für heute angesetzt.

Das Chaos der vergangenen drei Tage im Zeitraffer:

Am Samstag stand plötzlich eine Absage der 91. Lauberhornrennen im Raum. Grund: die Corona-Infektionen in Wengen, bei Tests wurde auch das neue, aggressive Virus gefunden. In den vergangenen Wochen hatten zahlreiche britische Touristen im Schweizer Bergdorf Urlaub gemacht.

Am Sonntag bestätigte die FIS die Wengen-Rennen. Vonseiten der Gesundheitsdirektion des Kantons Bern hatte es keine Einwände gegen gegeben. Der Weltcup-Tross, hieß es, sollte von Adelboden ins Berner Oberland weiterreisen.

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Puelacher kann Entscheidung nicht nachvollziehen



Gestern früh informierte die FIS die Teams, wegen evaluierter Zahlen der Behörden vorerst nicht in die Schweiz anzureisen. Die FIS-Taskforce wollte die Situation prüfen und sobald wie möglich neue Informationen zur Verfügung stellen. Während z. B. Ö3 bereits die Wengen-Absage vermeldete, twitterte der Schweizer Skiverband: "Die #Lauberhornrennen sind nicht abgesagt." Die schwierige Covid-19-Situation werde laufend analysiert, eine Entscheidung am Nachmittag getroffen.

Herrenchef Puelacher: "Frechheit, was da läuft"

"Eine Frechheit, was da läuft", ärgert sich ÖSV-Herrenchef Andreas Puelacher. Seine Rennläufer müssten auch ohne Reisechaos im Jänner an die Belastungsgrenze gehen. Bereits nächste Woche stehen in Kitzbühel die schwierigsten Speed-Rennen der Saison an (Freitag, 22. Jänner: Super-G; Samstag Abfahrt). Dort läuft der Countdown nach Plan.