Slalom: Heftige Kritik an Kurssetzung

WM in Vail

Slalom: Heftige Kritik an Kurssetzung

Mario Matt und Benni Raich kamen nicht in Ziels.

Nach dem ersten Durchgang beim WM-Slalom der Herren in Vail/Beaver Creek wird heftig über die Kurssetzung diskutiert. Norwegen-Coach Christian Mitter flaggte einen extrem drehenden Kurs für seinen Top-Star Henrik Kristoffersen aus, mit dem die Fahrer allerdings große Mühe hatten.

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Raich sauer
"Mir persönlich ist der Lauf eigentlich sehr gut gelegen, aber zum Zuschauen ist es eine Katastrophe. Ich empfinde das fast als Frechheit", fand Raich klare Worte. Der Gewinner von vier Olympia-und zehn WM-Medaillen verglich dabei die Herren-Bilder mit jenen vom Damen-Slalom am Samstag.

"Die Mädels sind da gestern super runtergezogen, und wir fahren da runter wie die ersten Menschen. Der Gewinner ist sicher ein würdiger Weltmeister, aber als Zuschauer muss ich mir das nicht unbedingt geben", sagte der 36-Jährige.

"Irgendwie schade, dass manche Trainer meinen, sie müssen immer etwas spezielles machen", meinte auch Matt. "Es hat nicht gut ausgesehen. Und ich weiß nicht, ob man auf der Höhe unbedingt 1:05 Minuten Slalom fahren muss", sagte der amtierende Slalom-Olympiasieger.

Auch Top-Duo verwundert
Aber auch das Top-Duo nach dem ersten Durchgang übte Kritik. "Es war wirklich schwierig. Die Kurssetzung war ein bisschen verrückt. Wir haben 45 Minuten gebraucht, um uns das anzusehen", so der Russe Choroschilow.

Marcel Hirscher schlug in die selbe Kerbe. "Es war echt krass." Zudem wunderte sich der ÖSV-Star auch über die Länge des Kurses. "Heute gab's keinen, der nicht blau gegangen ist. Eine Laufzeit von 1:04 Minuten auf 3.000 Meter Seehöhe ist wohl eine Premiere."

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Zwischenstand nach dem 1. Durchgang

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