Überraschungs-Sieg bei irrer Wind-Lotterie

Beste Österreicher ex aequo auf Rang 13

Überraschungs-Sieg bei irrer Wind-Lotterie

Kroate feierte in Yuzawa Naeba bei schwierigen Bedingungen seinen Weltcup-Premierenerfolg - Schwarz und Leitinger als 13. die besten von drei klassierten Österreichern.

Yuzawa Naeba. Das erste der beiden Herren-Rennen von Yuzawa Naeba hat am Samstag einen Premierensieger im alpinen Ski-Weltcup gebracht. Der Kroate Filip Zubcic gewann den Riesentorlauf in Japan von Rang zwölf nach dem ersten Durchgang aus, und das überlegen mit 0,74 Sek. vor dem Schweizer Marco Odermatt. Der US-Amerikaner Tommy Ford wurde 1,07 Sek. zurück Dritter. Die Österreicher verpassten die Top Ten.

Marco Schwarz und Roland Leitinger landeten als beste Österreicher 1,50 Sek. hinter Zubcic kurioserweise ex aequo auf Rang 13, sie waren auch schon davor gleichauf beste ÖSV-Läufer in der Disziplinwertung gewesen. Punkte für Rot-Weiß-Rot sicherte sich sonst nur Manuel Feller als 21. (2,34), Dominik Raschner fädelte als 30. des ersten Laufs zu Beginn des finalen Heats ein. Johannes Strolz (32.), Adrian Pertl (33.) und Magnus Walch (41.) blieben im ersten Lauf hängen.

Leitinger zeigte im 2. Durchgang auf

Auch wenn Leitinger mit der zweitbesten Zeit hinter Zubcic im zweiten Durchgang stark aufgezeigt hat, hatten die Österreicher also nichts mit der Entscheidung zu tun. Das lag auch an den Startnummern hinter den Top 15. Denn bei Temperaturen im zweistelligen Bereich sowie frühlingshaften, weichen Bedingungen hatte man mit niedrigeren Nummern weitaus bessere Karten. Leitinger kam als Halbzeit-25. im Finale in diesen Genuss: "Ich habe es ganz gut durchgezogen", meinte der 28-Jährige zufrieden.
 
Schwarz war schon im ersten Heat 13. gewesen, sein Abstand nach zwei Läufen war aber dann letztlich sogar um 0,23 Sek. geringer als zur Halbzeit: "Im zweiten bin ich ganz gut gefahren, bei zwei Fehlern habe ich aber das Tempo abgestochen. Da habe ich mich von den Wellen, den Schlägen ein bisschen überraschen lassen." Feller wiederum war nach seinen Läufen auf den stark drehenden Kursen nicht unzufrieden. "Konditionell läuft es immer besser bei mir", ließ der Tiroler wissen.
 
Zubcic war heuer in Adelboden schon Zweiter gewesen, mit einem ausgezeichneten zweiten Lauf stieg er nun noch eine Stufe höher. "Es ist unglaublich, ich bin sprachlos", meinte der 27-Jährige im ORF-Interview. "Ein Traum wurde wahr, mein zweiter Lauf war unglaublich." Ähnlich zufrieden war Odermatt. Sein Rückstand auf die Spitze von 0,74 Sek. war für den Eidgenossen schon als Halbzeit-Dritter gegeben gewesen.

74 Zähler vor Kristoffersen 

Da war der Allrounder hinter Henrik Kristoffersen und Leif Kristian Nestvold-Haugen gelegen, wobei die beiden bei abbauender Piste im Endeffekt durch 0,01 Sek. getrennt auf den Endrängen fünf und vier landeten. Aleksander Aamodt Kilde vervollständigte eine weitere Hundertstel zurück als Sechster (+1,16) das Norweger-Paket, hielt sich damit an der Spitze des Gesamt-Weltcups. Er liegt nun 74 Zähler vor Kristoffersen, der Franzose Alexis Pinturault als Tages-15. (1,59) hat 124 Punkte auf Kilde wettzumachen.
 
Im Riesentorlauf-Weltcup schmolz der Vorsprung des diesmal nur neuntplatzierten Zan Kranjec auf Kristoffersen auf zehn Punkte, Pinturault und Zubcic folgen mit 56 Zählern Rückstand auf den Slowenen. Der drittletzte Riesentorlauf dieser Saison wird am Sonntag nächster Woche in Hinterstoder gefahren. Vorerst aber wird in Yuzawa Naeba am Sonntag (2.00 und 5.00 Uhr MEZ) noch ein Slalom absolviert.