Adler-Coach: "Nina, Du fehlst uns so sehr!"

Pointner trauert um Tochter

Adler-Coach: "Nina, Du fehlst uns so sehr!"

Die Tochter des Ex-Adlers und Ex-Trainers der Skispringer wollte ihrem Leben ein Ende setzen.

Bis zuletzt hatten Alexander Pointner (44) und seine Frau Angela auf Genesung ihrer Tochter Nina (17) gehofft. Es sollte nicht sein: Jetzt ist die 17-Jährige nach über ­einem Jahr im Wachkoma in einer Tiroler Reha-Klinik für immer eingeschlafen.

Anfang November war die Familie mit der Tragödie ihrer Tochter an die Öffentlichkeit gegangen. Nina hatte ein Jahr zuvor ihrem Leben ein Ende setzen wollen und dabei schwere Hirnschäden erlitten. Mutter Angela hatte ihre Tochter gefunden und konnte sie wiederbeleben.

„Es war der schrecklichste Moment meines Lebens“, sagt Pointner in der Ö3-Sendung Frühstück bei mir, „die erste Zeit war ich wie gelähmt.“

Pointner sprach offen über Krankheit der Tochter
Pointner: „Nina war sechs Wochen in psychiatrischer Behandlung. Anzeichen gab es aber keine, dass es so akut werden kann. Uns war klar, die Krankheit konnte jeden treffen. Aber offenbar sind unsere Kinder durch genetische Voraussetzungen besonders gefährdet. Es gibt eine plötzliche suizidale Einengung, bei der das ohne Vorwarnung passieren kann.“

Auch Pointner selbst litt unter Depressionen
Schon 2012 hatten zunächst sein Sohn Max und danach auch Pointner selbst unter Depressionen gelitten, mussten sich ärztlich behandeln lassen.

Der 5. November 2014 ließ Pointner nie mehr zur Ruhe kommen: „Nina rief mich an, ob ich sie von der Schule abhole. Ich musste kurz weg, ließ sie allein. In dieser Zeit hat sie es dann getan.“ Jetzt schrieb Poin­tner auf seiner Homepage: „Nina, Du fehlst so sehr!“

Riesen-Erfolg als Trainer

Alexander Pointner ist der erfolgreichste Skisprung-Trainer Österreichs.

Karriere. Nach seiner Zeit als Aktiver begann Pointner als Trainer beim Tiroler Skiverband. Ab 1999 war er ÖSV-Co-Trainer unter Alois Lipburger und Toni Innauer, ab 2002 für den B-Kader verantwortlich. Von 2004 bis 2014 dauerte dann sein Einsatz als Cheftrainer der Nationalmannschaft, Pointner schrieb Erfolgsgeschichte.

Die Bilanz. Bei Großereignissen holten die Adler 32 Medaillen, darunter 17 Goldene. Weitere Highlights: 118 Weltcupsiege, neun Nationencupsiege, vier Weltcup-Gesamtsiege und sechs Gesamtsiege bei der Vierschanzentournee.

Jetzt wollte Poitner wieder an die Erfolge anschließen, übernahm die Betreuung des bulgarischen Talents Wladimir Zografski . Die Kontakte zu seinen früheren Wegbegleitern sind jedoch abgebrochen.