Gold für Claudia Nystad/Evi Sachenbacher-Stehle

Deutsche und Norweger gewannen Langlauf-Teamsprint

Deutschland bei den Damen und Norwegen bei den Herren haben am Montag bei den Olympischen Spielen in Vancouver Gold im Langlauf-Team-Sprint gewonnen. Evi Sachenbacher-Stehle/Claudia Nystad distanzierten im Whistler Olympic Park überraschend Schweden über 6 x 1,4 km Skating um 0,6 Sekunden.

Öystein Pettersen/Petter Northug setzten sich nach 6 x 1,6 km 1,3 Sekunden vor Tim Tscharnke/Axel Teichmann durch und verhinderten damit einen deutschen Doppelerfolg. Das deutsche Duo hatte sich vom hohen Anfangstempo der Schwedinnen Charlotte Kalla und Anna Haag nicht beeindrucken lassen und hielt stets mit.

Sachenbacher-Stehle ging bei jeder Attacke von Kalla mit, auf der Zielgeraden zog dann Nystad ihrer Kontrahentin Haag auf und davon. "Es war ein perfektes Rennen. Wir haben perfekt harmoniert", stellte die 32-jährige Nystad zufrieden fest. Die beiden deutschen Damen hatten bereits bei der WM 2007 in Sapporo gemeinsam Silber gewonnen. "Es ist einfach nur geil", meinte die 29-jährige Sachenbacher-Stehle. Bronze ging an die Russinen Irina Chasowa/Natalia Korostelewa.

Im Herren-Bewerb holte sich Langlauf-Star Petter Northug seine erste Olympia-Goldmedaille. "Ich wollte diese Medaille. Es ist hier ein bisschen auf und ab mit mir gegangen, aber jetzt habe ich die Goldmedaille und bin glücklich", freute sich Northug. Der Norweger war im Finish eine Klasse für sich und ließ dem zuvor noch führenden Deutschen Teichmann keine Chance. Derweil waren die Norweger gar nicht in Bestbesetzung angetreten, nachdem der amtierende Weltmeister im Einzel- und Teamsprint, Ola Vigen Hattestad, wegen Halsschmerzen kurzfristig hatte passen müssen. "Pettersen hat einen großartigen Job auf der letzten Runde gemacht und hat mir eine gute Ausgangsposition geschaffen", lobte der 24-jährige Northug seinen Ersatzpartner.

Verständlicherweise zufrieden war auch Deutschlands Bundestrainer Jochen Behle, der betonte: "Es ist einfach ein sensationeller Tag." Platz drei ging auch hier an Russland (Nikolaj Morilow/Alexej Petuchow). Völlig überraschend nicht ins Finale hatte es Schweden geschafft, nach einem Sturz samt Stockbruch von Teodor Petersen im Halbfinale. "Heute war nicht mein Tag", sagte Peterson, der gemeinsam mit Marcus Hellner zu den Topfavoriten gezählt hatte. 2006 in Turin hatte Schweden beide Bewerbe für sich entschieden.