Silber im Biathlon-Staffelbewerb für Österreich

Österreichs Biathleten haben am Freitag im Herren-Staffelbewerb der XXI. Olympischen Winterspiele in Vancouver die Silbermedaille gewonnen. Simon Eder, Daniel Mesotitsch, Dominik Landertinger und Christoph Sumann holten damit die 13. Medaille für Rot-Weiß-Rot in Kanada. Das ÖSV-Quartett musste sich über 4 x 7,5 Kilometer nur dem Team aus Norwegen geschlagen geben. Bronze ging an Russland.

Nach einem Kopf-an-Kopf-Duell mit Norwegen über das gesamte Rennen, das von sehr feuchtem Schneefall beeinträchtigt war, hatte Sumann den Norsker Björndalen im spannenden Finale nach einer Strafrunde im liegenden Anschlag ziehen lassen müssen. In einem fulminanten Zielsprint bezwang er aber den Massenstart-Olympiasieger Jewgenij Ustjugow und sicherte Austria nach seinem zweiten Platz in der Verfolgung wenige Zentimeter vor den Russen Silber. Es war das 13. Edelmetall für das ÖOC-Aufgebot 2010 (4-4-5).

Simon Eder, der bereits beim Weltcupsieg im Dezember 2009 in Hochfilzen Startläufer gewesen war, löste seine Aufgabe mit Bravour. Eder übergab als Zweiter, knapp drei Sekunden hinter Russland und unmittelbar vor Deutschland und Schweden.

Mesotitsch übergab als Zweiter mit 5,6 Sekunden Rückstand, kein Problem für Dominik Landertinger, der im Massenstart als Weltmeister Bestzeit gelaufen war, nach nur einem Fehlschuss gegenüber zwei "Nieten" des Norwegers übernahm der 21-jährige die Spitze. Landertinger führte zwar auf der Schlussrunde, abzusetzen vermochte er sich aber nicht.

So lief alles auf ein Finale zwischen Ole Einar Björndalen und Christoph Sumann hinaus. Doch ausgerechnet der Routinier hatte im Liegend-Schießen ein "Blackout". Die ersten vier Schüsse lagen über dem Ziel, nach dem Maximum von dreimal Nachladen musste Sumann in die Strafrunde.

Björndalen traf stehend alle Ziele und hatte damit selbst Hauptanteil am Gewinn seiner sechsten Olympia-Goldmedaille. Sumann kämpfte mit dem Massenstart-Olympiasieger Jewgenij Ustjugow um Silber und hatte im Ziel das bessere Ende für sich. Alfred Eder jubelte: "Danke für diesen Ausgang Sumi, sie haben sich's einfach verdient, vielleicht wir (die Trainer und Betreuer, Anm.) auch."