Formel-1-Comeback als Masken-Parade

Corona-Grand-Prix in Spielberg

Formel-1-Comeback als Masken-Parade

Plakate statt 40.000 Fans, alle Fahrer mit Mundschutz – aber gute Stimmung vor Rennen.

Die Motoren jaulen wieder laut am Österreich-Ring in Spielberg. Nur eines fehlt: Der Jubel der fast 40.000 Fans, die normalerweise das Formel-1-Spektakel live verfolgen. Dieses Jahr ist wegen der Corona-Krise aber alles anders.

Keine Zuschauer erlaubt, stattdessen wurde ein Riesen-Plakat mit den Konterfeis der Fahrer über die Tribünen gespannt. Die Fahrer, Teams und Mitarbeiter am Gelände tragen alle Masken, ob in Ferrari-Rot (Vettel), Mercedes-Schwarz (Hamilton) oder schlicht, medizinisch hellblau (Verstappen). Ein Grand Prix als Maskenparade.

Verstappen startet topfit "dank" Corona-Pause

Der Zugang zum Gelände ist streng mit Securitys bewacht, nur wer eine Akkreditierung hat, darf rein. Die jeweiligen Teams begegnen sich nicht, sind in eigenen Containern untergebracht.

Dennoch ist die Stimmung gut. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag scherzte Red-Bull-Favorit Max Verstappen, der die letzten zwei Austro-Rennen für sich entschied: „Meine Fitness ist besser als je zuvor, weil ich so viel Freizeit hatte.“ Die Tage in Spielberg wird er statt im Hotel gleich im Motorhome an der Strecke verbringen. „Ich habe meine Playstation dabei – alles gut.“

Millionen-Publikum ist via TV-Übertragung dabei

TV-Spektakel. Auch wenn es im Publikum am Sonntag (15 Uhr, ORF 1) still bleiben wird – weltweit wird ein Millionen-Publikum via TV erwartet. Nach vier Monaten Verspätung startet die Renn-Saison. Auf der Strecke zählt dann für rund vier Stunden nur die sportliche Leistung – Corona ist kurz Nebensache.

© Getty Images

"End Racism"-Banner über Mercedes-Box

Lewis Hamilton setzt nach dem Polizei-Mord an dem Schwarzen George Floyd in Spielberg ein starkes Zeichen gegen Rassismus. Nicht nur, dass sein Mercedes-Bolide in Schwarz an den Start gehen wird – auch beim Eingang zur Box des F1-Teams hängt ein Banner mit „End Racism“. Hamilton trägt einen schwarzen Overall, sein Helm ist mit dem „Black Lives Matter“-Logo versehen. „Wir müssen hier zusammenstehen“, sagte er .

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