IOC hält an Olympia im Sommer fest

Trotz Absagenflut

IOC hält an Olympia im Sommer fest

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IOC hält trotz Corona-Krise an Termin für Tokio-Sommerspiele fest.

Das IOC glaubt weiter an Olympische Spiele diesen Sommer in Tokio! Die Zweifel, ob Olympia in Japan in diesem Jahr wie geplant ab dem 24. Juli stattfinden könne, waren in den vergangenen Wochen gewachsen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bleibt aber bei seinem Zeitplan.

Das IOC führte am Dienstag mit den Internationalen Sommersportverbänden Telefon-Konferenzen durch. Gespräche mit u.a. den Nationalen Olympischen Komitees (NOCs) und Athletenvertretern sollen in den kommenden Tagen folgen.

In einer Pressemitteilung nahm das IOC Bezug auf die "beispiellose Situation für die ganze Welt". Gleichzeitig hieß es aber auch: "Das IOC steht weiterhin voll und ganz hinter den Olympischen Spielen in Tokio 2020, und mehr als vier Monate vor den Spielen sind derzeit keine drastischen Entscheidungen notwendig. Jede Spekulation in diesem Moment wäre kontraproduktiv."

Nur Fackellauf beeinträchtigt

Lediglich beschlossen wurde, dass wegen der Corona-Pandemie der Olympische Fackellauf in kleinerem Rahmen abgehalten werden soll. Der Fackellauf solle am 26. März in der Präfektur Fukushima ohne Zuschauer beginnen, "um eine Ausbreitung der Infektion zu vermeiden". Ursprünglich sollte der Auftakt groß gefeiert werden.

Die Strecke des Fackellaufs durch alle 47 Präfekturen Japans bleibt nach Angaben des Komitees unverändert. Allerdings werden die Empfangszeremonien in den einzelnen Orten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Abschiedsfeierlichkeiten werden ganz gestrichen.

Entlang der Strecke sind Zuschauer zugelassen. Wer sich krank fühle, solle aber zuhause bleiben, appellierten die Organisatoren an die Fans. Bei den Fackelläufern selbst wird Fieber gemessen. Wer eine erhöhte Temperatur hat, wird vom Lauf ausgeschlossen.

G7-Chefs sprachen nicht über Verschiebung

Auch die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7) - USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan - haben nach Angaben Japans keine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele vorgeschlagen. Bei der Videokonferenz sei dies kein Thema gewesen, sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga vor Journalisten am Dienstag.

Die Regierung in Tokio werde ihre Vorbereitungen für die Sportveranstaltung wie geplant fortsetzen und stehe dabei in ständigem Kontakt mit Organisationen wie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), sagte Suga weiter.

Die Coronavirus-Pandemie hat auch in der Welt des Sports große Verunsicherung ausgelöst. Die Olympischen Spiele mit rund 11.000 Teilnehmern sollen nach jetzigem Stand vom 24. Juli bis 9. August in Japan ausgetragen werden. Die Paralympischen Spiele sollen dann am 25. August starten.

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