Playoff-Pleiten für Lakers, Cavaliers

NBA

Playoff-Pleiten für Lakers, Cavaliers

Los Angeles und Cleveland in ihren Duellen damit nur mehr 2:1 voran.

Die beiden Top-Favoriten in den Play-offs der National Basketball Association (NBA) haben am Donnerstag ihre ersten Niederlagen kassiert. Die Cleveland Cavaliers verloren bei den Chicago Bulls 106:108 und liegen damit in der "best of seven"-Serie ebenso nur noch 2:1 in Front wie die Los Angeles Lakers, die in Oklahoma City 96:101 unterlagen. Den einzigen Auswärtssieg des Tages feierten die Phoenix Suns mit dem klaren 108:89-Erfolg über die Portland Trail Blazers und gingen damit 2:1 in Führung.

Historischer Sieg für Oklahoma
Oklahoma City Thunder schaffte damit gleich beim ersten Play-off-Auftritt vor heimischer Kulisse in der jungen Geschichte des Teams, das bis zur Saison 2007/08 in Seattle beheimatet war, einen Triumph. Thunder-Matchwinner war wie so oft in dieser Saison Kevin Durant, der nicht nur punktete, sondern im letzten Viertel auch die Deckung von Lakers-Superstar Kobe Bryant (24 Punkte) übernahm. Der erst 21-jährige Shooting Forward erzielte 29 Punkte und holte 19 Rebounds. Allein in der Schlussphase war er zusammen mit Russell Westbrook für 22 der 23 Punkte der Gastgeber verantwortlich.

Chicgo zittert sich zum Sieg
Chicago musste bis zur letzten Sekunde zittern, um den Erfolg über Grunddurchgangs-Gewinner Cleveland ins Trockene zu bringen. Mo Williams verkürzte mit einem Dreier drei Sekunden vor Schluss auf 106:107. Nach einem verwerteten Freiwurf der Bulls kamen die "Cavs" noch einmal in Ballbesitz, doch Anthony Parkers Wurf verfehlte sein Ziel. Bester Chicago-Scorer war Derrick Rose mit 31 Punkten, zudem kam Kirk Hinrich auf 27 Zähler. Aufseiten von Cleveland war einmal Superstar LeBron James, der 13 seiner 39 Punkte im Schlussviertel verbuchte, der herausragende Akteur. "Dass wir 108 Zähler zulassen, das ist nicht normal. Sie haben unsere Fehler in der Defensive eiskalt ausgenutzt", lautete der verärgerte Kommentar von James.

Topscorer des Tages war jedoch Jason Richardson, der für 42 Punkte beim Sieg der Suns in Portland verantwortlich zeichnete. Der 29-jährige Guard stellte damit einen neuen persönlichen Play-off-Karriererekord auf.

Geldstrafen
Abseits des Courts gab es am Donnerstag saftige Geldstrafen für zwei Spieler und einen Coach, weil sie Unparteiische öffentlich kritisiert hatten. Boston-Celtics-Forward Rasheed Wallace wurde deshalb von der Liga ebenso wie Orlando-Magic-Forward Matt Barnes und -Headcoach Stan Van Gundy zu einer Pönale von 35.000 Dollar (26.239 Euro) verurteilt.

Ergebnisse
Chicago Bulls - Cleveland Cavaliers 108:106 - Stand in der Serie: 1:2
Oklahoma City Thunder - Los Angeles Lakers 101:96 - Stand in der Serie 1:2
Portland Trail Blazers - Phoenix Suns 89:108 - Stand in der Serie 1:2