Papa Thiem: "Muster war zu dominant"

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Papa Thiem: "Muster war zu dominant"

Tennis-Papa Wolfgang Thiem nennt die Gründe für die Trennung von Thomas Muster.

Die Blitzscheidung zwischen Thiem und Muster nach nur 17 Tagen Zusammenarbeit sorgte bei den Australian Open für einen Paukenschlag. Jetzt bringt Dominics Vater Wolfgang etwas Licht in die Trennung. "Dominic hat gesagt, dass es nicht zusammenpasst. Muster hat natürlich viel Erfahrung. Aber für mich ist das Wichtigste, dass der Coach versteht, was der Spieler braucht und nicht, dass der Coach eine Kopie von sich selbst machen will." Sein Sohn habe mit nun 26 Jahren seine Persönlichkeit. Da wollte er sich nach der Trennung von Coach und Manager Günter Bresnik nicht wieder einengen lassen.

Er braucht jemanden, der ihm freien Raum gibt

Wolfgang Thiem weiter: "Dominic ist jetzt reif genug, dass er nach zwei Wochen gesagt hat, dass es nicht passt. Er braucht jemanden, der ihm freien Raum gibt, damit er sein Spiel entwickeln kann. Er braucht Tipps, aber nur kleine Hinweise. Aber wenn man jemand hat, der zu viel sagt, der zu sehr drinnen ist, dann funktioniert es nicht." Fakt ist: Thiem zeigte sich nach der Trennung von Muster unbeeindruckt, vielmehr vielleicht sogar befreit.

Wolfgang Thiem: "Zeitpunkt natürlich unglücklich"

Wolfgang Thiem räumt aber ein, dass das Aus für einen Trainer während eines Grand-Slam-Turniers natürlich unglücklich war. "Aber andererseits muss man es während eines so großen Turniers versuchen, und das haben sie gemacht. Es gab kein schlechtes Wort." Weiter: "Domi hat jetzt ein Umfeld, wo er der absolute Chef ist."