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Björgen gewann nach Sprint auch Doppelverfolgung

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Die Norwegerin Marit Björgen hat sich am Freitag zur ersten Doppel-Olympiasiegerin der Winterspiele in Vancouver gekürt. Zwei Tage nach Gold im Sprint feierte die 29-Jährige aus Trondheim in der Doppelverfolgung (7,5 km klassisch/7,5 km Skating) einen sicheren Sieg, 8,9 Sekunden vor der Schwedin Anna Haag und 9,3 vor Weltcup-Spitzenreiterin Justyna Kowalczyk aus Polen.

Björgen hatte ihre Vorbereitung im Olympia-Winter voll auf Vancouver ausgerichtet. Nach zwei Siegen und insgesamt vier Weltcup-Podestplätzen im Dezember ließ sie die Tour de Ski links liegen. Vor den Winterspielen absolvierte die zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin nur noch zwei Rennen, um sich in Whistler in Topform zu präsentieren.

Gleich im ersten Rennen (10 km klassisch) holte sie Bronze, in den nächsten zwei gab es sogar Gold. Damit hat Björgen ein Drittel der bisherigen Medaillen Norwegens geholt. Bei früheren Winterspielen hatte die Partnerin von Fred-Börre Lundberg, dem Olympiasieger in der Nordischen Kombination 1994, zweimal Silber (2002 und 2006) gewonnen.

Nach Rang vier auf dem klassisch zu laufendem Abschnitt setzte sie sich in der freien Technik von den Konkurrentinnen ab. Den Dreier-Sprint um die restlichen zwei Medaillen entschied Haag für sich, Bronze erhielt Kowalczyk erst nach Zielfotoentscheid vor der Norwegerin Kristin Störmer Steira zugesprochen.

Die Österreicherin Katerina Smutna verpasste als 29. (+2:52 Minuten) den angestrebten Platz in den ersten 20. Smutna, die Siebente der nicht von der kompletten Elite bestrittenen Olympia-Generalprobe 2009, lächelte dennoch. Dies entspricht in Distanzrennen in etwa dem Standard der Sprint-Elften. "Ich bin sehr zufrieden", meinte die 26-jährige Wahl-Tirolerin, die den von ihr bevorzugten Abschnitt in der klassischen Technik als 30. absolviert hatte. Dank ihrer gut präparierten und schnellen Ski habe sie einen Rang in den Top 30 geschafft, sagte sie. Für ihren Trainingsplan und die Ski ist übrigens Smutnas Partner Radim Duda zuständig. Ihren dritten und letzten Einsatz bestreitet die gebürtige Tschechin am vorletzten Tag der Spiele über 30 km klassisch mit Massenstart.

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